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	<title>Reise- und Gesundheitsblog</title>
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	<description>FKM Verlag Karlsruhe</description>
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		<title>Das sollten Sie sich wert sein &#8211; Lebensantrieb Selbstwertgef&#252;hl</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 19:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob Beruf, Beziehungen oder Alltag – wie uns unser Leben gelingt und wie wir uns dabei f&#252;hlen, bestimmt vor allem unser Selbstwertgef&#252;hl. Sich selbst sorgsam pflegen und annehmen: Das klingt trivial, doch handelt es sich dabei um eine der schwierigsten Lebensaufgaben und die wichtigste Voraussetzung, um sein Leben aktiv zu gestalten.
Manchen Menschen scheint einfach alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ob Beruf, Beziehungen oder Alltag – wie uns unser Leben gelingt und wie wir uns dabei f&#252;hlen, bestimmt vor allem unser Selbstwertgef&#252;hl. Sich selbst sorgsam pflegen und annehmen: Das klingt trivial, doch handelt es sich dabei um eine der schwierigsten Lebensaufgaben und die wichtigste Voraussetzung, um sein Leben aktiv zu gestalten.</em></p>
<p>Manchen Menschen scheint einfach alles zu gelingen, oder sie bl&#252;hen erst im Gegenwind richtig auf. Andere k&#228;mpfen hingegen fortw&#228;hrend gegen eigene Selbstzweifel und Frustration. Selbsteinsch&#228;tzung spielt dabei ebenso eine Rolle wie Lebenseinstellung, Anerkennung und Geborgenheit in der Kindheit, stabile Beziehungen und sinnstiftende Aufgaben.<span id="more-157"></span></p>
<p>Denken Sie immer daran, was andere &#252;ber Sie denken? Dann sind Sie bereits mit dem gr&#246;&#223;ten Widersacher des Selbstwertgef&#252;hls konfrontiert. Denn in der Selbstbeobachtung kann der Mensch sich nicht &#246;ffnen und l&#246;sen, sondern wird in der Gemeinschaft m&#246;glicherweise die Au&#223;enseiterrolle des Angepassten, „Grandiosen“ oder Rebellen &#252;bernehmen. H&#228;ufig werden Selbstzweifel von Dritten als Zur&#252;ckhaltung oder Toleranz missverstanden und sogar gesch&#228;tzt. Doch die st&#228;ndige Verdr&#228;ngung der eigenen Gestaltungskraft, Besonderheiten und Bed&#252;rfnisse f&#252;hrt unweigerlich zu Stress.</p>
<p><strong>Selbstwertgef&#252;hl bedeutet nicht Egoismus</strong></p>
<p>Selbstwertgef&#252;hl ist keineswegs mit Egoismus gleichzusetzen, im Gegenteil: Durch ein sorgsames, vers&#246;hnliches Verh&#228;ltnis zu sich selbst k&#246;nnen Sie nicht nur Ihr Leben aktiv gestalten, sondern sich auch auf andere Menschen und ihre Bed&#252;rfnisse einlassen. Indem Sie Profil zeigen, geben Sie anderen und sich selbst die M&#246;glichkeit, sich darauf einzustellen. Konflikte und Unzufriedenheit k&#246;nnen dann sogar zum Motor von Ver&#228;nderung werden. Denn insbesondere unterdr&#252;ckte oder vermiedene Krisen schaffen Frustration. Gleichzeitig spielen Kompromissbereitschaft und Empathie eine gro&#223;e Rolle, denn nur gemeinsam kann man sich selbst wirklich begegnen, und erst das Akzeptieren der eigenen Grenzen schafft wirkliche Freir&#228;ume. Dabei spielt die materielle Situation nur eine untergeordnete Rolle: Bereits knapp oberhalb des Existenzminimums steigt die Zufriedenheit nicht mehr mit dem Wohlstand, denn wer mehr einnimmt oder besitzt, hat mehr zu verlieren. Wesentlich gr&#246;&#223;eren Einfluss auf unser Selbstwertgef&#252;hl nehmen menschliche N&#228;he, Beziehungsnetze, Best&#228;tigung durch soziales und kreatives Engagement, erf&#252;llende Aufgaben oder der Glaube an einen tiefen Lebenssinn. Und: Wenn Sie sorgsam mit sich umgehen, werden dies andere ebenfalls tun. Sehen Sie in Aufgaben, Gespr&#228;chen, Beziehungen und sogar Konflikten keine (notwendigen) &#220;bel, sondern ein Angebot, zu dem Sie eingeladen sind.</p>
<p><strong>F&#252;r ein gesundes Selbstwertgef&#252;hl spricht, wenn Sie …</strong></p>
<ul>
<li>h&#228;ufig lachen</li>
<li>gerne Entscheidungen treffen</li>
<li>eigene Meinungen und Bed&#252;rfnisse formulieren</li>
<li>sich selbst sorgsam pflegen (K&#246;rper, Kleidung, Ern&#228;hrung, Beziehungen, Bewegung, Entspannung)</li>
<li>an einen tiefen Lebenssinn glauben</li>
<li>ausreichend Anerkennung und Geborgenheit in der Kindheit erhielten</li>
<li>Freude am Reden und Kommunizieren haben</li>
<li>&#252;ber ein Netz stabiler, vertrauensvoller Beziehungen verf&#252;gen</li>
<li>beruflich und finanziell zufrieden sind</li>
<li>sich selbst attraktiv finden</li>
<li>Zeit f&#252;r sich und andere haben</li>
<li>Komplimente oder Erfolge gerne annehmen</li>
<li>ausreichende Unterst&#252;tzung und Anerkennung durch andere erhalten.</li>
</ul>
<p><strong>Mit einem beeintr&#228;chtigten Selbstwertgef&#252;hl gehen h&#228;ufig einher:</strong></p>
<ul>
<li>st&#228;ndiges „Verstellen“</li>
<li>Frustration oder Aggression bei Konflikten oder Misserfolgen</li>
<li>sich leicht verletzt oder angegriffen f&#252;hlen</li>
<li>nicht „nein“ sagen k&#246;nnen</li>
<li>Perfektionismus</li>
<li>Neid auf Erfolg, Anerkennung und Beziehungen anderer</li>
<li>&#252;berm&#228;&#223;ige Schuldgef&#252;hle, Selbstvorw&#252;rfe</li>
<li>&#252;berm&#228;&#223;iges Verbergen von Fehlern und Schw&#228;chen vor anderen</li>
<li>&#220;ber- oder Unterforderung durch t&#228;gliche Aufgaben</li>
<li>Dauerkonflikte („kalter Krieg“)</li>
<li>Unt&#228;tigkeit aus Angst vor Misserfolgen</li>
<li>Anspannung und Unsicherheit in Gegenwart anderer</li>
<li>Gef&#252;hl, immer ungerecht behandelt zu werden</li>
<li>st&#228;ndige Sorge um das Urteil anderer &#252;ber die eigene Person oder Erscheinung</li>
<li>h&#228;ufiger Vergleich mit anderen</li>
<li>Unwohlsein, Magen-Darm-Probleme, Kopf- oder R&#252;ckenschmerzen, M&#252;digkeit, Niedergeschlagenheit, Sucht, t&#228;gliche Tabletteneinnahme, Gedanken an Krankheit.</li>
<li>sofortiges      Nachgeben oder erbitterter Widerstand bei Meinungsverschiedenheiten</li>
</ul>
<p>Wie machtvoll und dynamisch sich Selbsteinsch&#228;tzung und das daraus erwachsende Rollenverhalten auf Beziehungen auswirken, zeigen Versuche wie das j&#252;ngst verfilmte Rollenexperiment „The Third Wave“ (Die Welle), in denen weitgehend durchschnittliche Personen pl&#246;tzlich zu Tyrannen oder Opfern werden. So hat die Positionierung in der Gruppe einerseits mit Suggestion zu tun – also den fiktiven Eigenschaften, die wir uns und anderen vermitteln – andererseits aber auch mit der &#220;bereinstimmung von Selbsteinsch&#228;tzung und eigenen M&#246;glichkeiten. Denn wer seine M&#246;glichkeiten unter- oder &#252;bersch&#228;tzt, muss st&#228;ndig die Wahrheit verdr&#228;ngen und gegen Scheitern oder Verantwortung k&#228;mpfen. Ein stabiles Selbstwertgef&#252;hl setzt daher voraus, sich selbst in seinem Profil realistisch einzusch&#228;tzen, zu akzeptieren und entsprechend zu zeigen und auszupr&#228;gen.</p>
<p><strong>Meist unerkannt: Minderwertigkeitsgef&#252;hle</strong></p>
<p>Minderwertigkeitsgef&#252;hle werden oft nicht erkannt, beeintr&#228;chtigen aber deutlich die Lebensqualit&#228;t und sind heimliche Ursache von Beschwerden wie R&#252;cken- und Kopfschmerzen, Magen-Darm-St&#246;rungen oder Ersch&#246;pfung bis zur Depression. &#220;bersensible Reaktionen, Misstrauen, hohe Erwartungen und Pessimismus belasten Beziehungen und verprellen auch wohlwollende Mitmenschen, was wiederum h&#228;ufig als Indiz f&#252;r Unzul&#228;nglichkeit bei sich oder anderen gewertet wird. Betroffene treten zum Teil extrem zur&#252;ckhaltend auf, k&#246;nnen sich aber auch dominant, extrovertiert oder aggressiv verhalten, um das vermeintliche Unverm&#246;gen auf Ersatzschaupl&#228;tzen zu bek&#228;mpfen. Auch &#252;bertriebener Ehrgeiz, Selbst&#252;berforderung, Rechthaberei, Pedanterie, Kontrollbed&#252;rfnis und „etwas beweisen m&#252;ssen“ beruhen meist auf mangelndem Selbstwertgef&#252;hl.</p>
<p><strong>Selbstbewusste Kinder, selbstbewusste Erwachsene</strong></p>
<p>Entscheidend wird das Selbstwertgef&#252;hl in der Kindheit gepr&#228;gt: Erf&#228;hrt ein Kind auf der Grundlage stabiler Bindung(en) ausreichend Anerkennung, Geborgenheit und Erfolgserlebnisse, tr&#228;gt es das daraus erwachsende Grundvertrauen auch sp&#228;ter in sich. Erlebt es hingegen Liebesentzug, Vernachl&#228;ssigung, hohen Leistungsdruck oder sogar Gewalt oder Missbrauch, wird es, tief verunsichert, noch als Erwachsener versuchen, diesen Bedrohungen oder Anspr&#252;chen weiterhin Rechnung zu tragen – ein aussichtsloses Unterfangen. Hier sollte durch eine Psychotherapie die Abl&#246;sung von vergangenen Situationen und Verhaltensmustern trainiert werden (Psychotherapeuten &#252;ber <a href="http://www.kbv.de/arztsuche" target="_blank">www.kbv.de/arztsuche</a>, <a href="http://www.arztauskunft.de/" target="_blank">www.arztauskunft.de</a>). Auch Mobbing, Arbeitslosigkeit, Existenzsorgen, Beziehungskrisen oder Traumata (z. B. Gewalt, Unfall, Trennung) k&#246;nnen auch ein gesundes Selbstwertgef&#252;hl ersch&#252;ttern.</p>
<p>Ebenso wirkt sich die Lebenssituation auf das Selbstwertgef&#252;hl aus. Sie sollte bestimmt werden durch eine regelm&#228;&#223;ige und sinnstiftende T&#228;tigkeit innerhalb einer Gemeinschaft – diese ist in jeder Branche m&#246;glich –, tragf&#228;hige Beziehungen und Anerkennung durch andere. Auch die Weltanschauung spielt eine wichtige Rolle, denn wer einen Sinn in seinem Leben sieht, wird es weit mehr sch&#228;tzen. Regelm&#228;&#223;igkeit st&#228;rkt die psychische Stabilit&#228;t ebenso wie Sport, gesunder Schlaf und erf&#252;llte Beziehungen. Wer mit sich Freundschaft geschlossen hat, wird deutlich leichter Kontakte kn&#252;pfen und sein Leben viel wirksamer und toleranter gestalten k&#246;nnen als mit dem Fu&#223; „auf der Bremse“.</p>
<p>Der Weg zu sich selbst hat nat&#252;rlich auch Grenzen: Ein gewisses Ma&#223; an Selbstkritik, Unsicherheit und hierdurch auch Ver&#228;nderungsbereitschaft ist nicht nur f&#252;r jede Beziehung notwendig, sondern macht uns auch f&#252;r andere menschlich und sympathisch.</p>
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		<title>Istrien – Land der Gegens&#228;tze</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 19:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Wolfgang Reich
Sehenswerte Altst&#228;dte, verschwiegene Buchten, Berge und Str&#228;nde nur wenige Kilometer voneinander entfernt – Istrien im Norden Kroatiens bezaubert mit einem reizvollen Mix. 
Drohend h&#228;ngen dunkle Gewitterwolken am Himmel. Der kr&#228;ftige Wind treibt sie wie Spielb&#228;lle &#252;ber die Kvarner Bucht. Pl&#246;tzlich bricht die Abendsonne durch, die knapp &#252;ber dem Horizont steht. Ein Lichtstrahl f&#228;llt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Wolfgang Reich</strong></p>
<p><em>Sehenswerte Altst&#228;dte, verschwiegene Buchten, Berge und Str&#228;nde nur wenige Kilometer voneinander entfernt – Istrien im Norden Kroatiens bezaubert mit einem reizvollen Mix. </em></p>
<p>Drohend h&#228;ngen dunkle Gewitterwolken am Himmel. Der kr&#228;ftige Wind treibt sie wie Spielb&#228;lle &#252;ber die Kvarner Bucht. Pl&#246;tzlich bricht die Abendsonne durch, die knapp &#252;ber dem Horizont steht. Ein Lichtstrahl f&#228;llt auf Rijeka und l&#228;sst die Stadt wie eine Diva erscheinen: sch&#246;n und verf&#252;hrerisch.<span id="more-154"></span></p>
<p><strong>Opatija Riviera: einst Ziel der Reichen und Adligen</strong></p>
<p>Rijeka ist bei Tageslicht eine unscheinbare Stadt mit reichlich Patina und einem gewissen Investitionsstau bei vielen Geb&#228;uden. Doch nur wenige Kilometer weiter beginnt die Opatija Riviera und damit jener Teil Istriens, der schon lange Sonnen- und Erholungssuchende anlockte. Freilich blieben Anfang der 90er-Jahre die Touristen durch den Krieg im ehemaligen Jugoslawien aus, bis es dann ab etwa 1995 zu einem Comeback kam. Da es in Istrien keine Kampfhandlungen gab, sind auch keine Kriegssch&#228;den an Geb&#228;uden entstanden.</p>
<p>Opatija geh&#246;rt zu den Orten, die nun in neuer Sch&#246;nheit erstrahlen. 1844 lie&#223; der reiche Kaufmann Iginio Scarpa aus Rijeka im verschlafenen Fischerdorf die Villa Angiolina als Feriendomizil errichten und legte damit den Grundstein f&#252;r den Tourismus. Denn als sich das milde Klima und die wohltuende Atmosph&#228;re des Ortes bis in das kaiserliche Wien herumgesprochen hatten, l&#246;ste das bei den Sch&#246;nen, Reichen und Adligen einen regelrechten Bauboom in Opatija aus. Der &#246;sterreichische Kaiser Franz Joseph flirtete hier mit einer Wiener Schauspielerin, der deutsche Kaiser Wilhelm II. erholte sich hier ebenso wie z. B. Gustav Mahler, Anton Tschechow, James Joyce, Franz Lehar und Giacomo Puccini.</p>
<p>F&#252;r die Reichen und Sch&#246;nen und den internationalen Jet Set ist Opatija l&#228;ngst kein Ziel mehr. Von der ruhmreichen Vergangenheit erz&#228;hlen jedoch heute noch prachtvolle Villen und Parks, w&#228;hrend die Touristen die guten Einkaufsm&#246;glichkeiten und einen Bummel an der Strandpromenade sch&#228;tzen.</p>
<p><strong>Istrische Juwelen Porec und Pula</strong></p>
<p>Zudem ist Opatija ein guter Ausgangspunkt, um die Inseln in der Kvarner Bucht und die H&#246;hepunkte Istriens zu erkunden, zu denen Orte wie Porec, Rovinj und Pula geh&#246;ren.</p>
<p>Durch den f&#252;nf Kilometer langen Ucka-Tunnel gelangt man schnell ins Landesinnere und nach Porec. Wie andernorts auch ist die Altstadt f&#252;r den Autoverkehr gesperrt, die man bequem bei einem Spaziergang kennenlernen kann. Dieser f&#252;hrt zwangsl&#228;ufig zur Euphrasius Basilika, dem sch&#246;nsten Beispiel byzantinischer Baukunst in ganz Kroatien. Im Innern der Basilika finden sich wundersch&#246;ne, gut erhaltene Mosaiken, die den Blick des Betrachters eine Weile fesseln. Ein bisschen M&#252;he kostet der Aufstieg auf den Glockenturm, daf&#252;r wird man dann mit einem gro&#223;artigen Blick auf und &#252;ber Porec belohnt.</p>
<p>Im Gegensatz zur Ruhe in der Altstadt von Porec steht das gesch&#228;ftige Pula an der S&#252;dspitze Istriens, dessen Hauptattraktion ein r&#246;misches Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert ist. Zu den Gladiatorenwettk&#228;mpfen str&#246;mten einst bis zu 23.000 Zuschauer, und mit diesem gewaltigen Fassungsverm&#246;gen ist es das f&#252;nftgr&#246;&#223;te Amphitheater der Welt. Fast h&#228;tte man dieses riesige Bauwerk Ende des 16. Jahrhunderts demontiert und nach Venedig verschifft. Dass es nicht dazu kam, ist letztlich dem Widerstand des venezianischen Senators Gabrielle Emo zu verdanken. So ragt das Amphitheater auch heute noch 33 Meter in die H&#246;he. Andere Sehensw&#252;rdigkeiten verdankt Pula ebenfalls den R&#246;mern, etwa den Augustus- oder den Diana-Tempel.</p>
<p><strong>Der sch&#246;nste Ort Istriens: Rovinj</strong></p>
<p>Trotz solcher Attraktionen: Der sch&#246;nste Ort Istriens liegt an einem anderen Ort: zwischen Pula und Porec an der Westk&#252;ste und hei&#223;t Rovinj. Er ist schon von Weitem zu erkennen, denn die Altstadt, die sich an einem H&#252;gel emporzieht, wird von dem schlanken Turm der St.-Eufemija-Kirche &#252;berragt, der an den Campanile in Venedig erinnert. Zahlreiche K&#252;nstler haben sich in Rovinj niedergelassen, und so hat man bei einem Bummel durch die schattigen Gassen der Altstadt immer wieder die Gelegenheit, ihre Werke in Galerien zu betrachten. Irgendwann hat man auch den t&#228;glich stattfindenden Bauernmarkt erreicht, auf dem zur Verbesserung des Familieneinkommens mancherlei Obst und Gem&#252;se aus dem heimischen Garten verkauft wird.</p>
<p><strong>Ruhe an der K&#252;ste</strong></p>
<p>Vor allem im Sommer tobt in Porec, Pula und Rovinj das Leben. Wer diesem Trubel entfliehen will, findet schnell wieder Ruhe an der K&#252;ste – oder auf einer der Inseln in der Kvarner Bucht. Von Brestova, rund 50 Kilometer s&#252;dlich Opatija gelegen, startet eine F&#228;hre, mit der nach gut einer halben Stunde Porozina auf Cres erreicht ist. Schroff und unnahbar wirkt die zweitgr&#246;&#223;te Insel in der Kvarner Bucht, deren Landschaftsbild von Karstgestein gepr&#228;gt ist.</p>
<p>Wenn die F&#228;hre in Porozina angekommen ist, schl&#228;ngelt sich eine Autokarawane auf der einzigen, schmalen und kurvenreichen Stra&#223;e Richtung S&#252;den. Wartet man einige Minuten, dann hat man die Stra&#223;e allein f&#252;r sich und kann Cres ungest&#246;rt entdecken. Ohne Wanderungen geht das nicht, aber so – und nur so – sp&#252;rt man die Ruhe, die auf dieser Insel herrscht und die man schon bald zu sch&#228;tzen beginnt.</p>
<p>Selbst in der gr&#246;&#223;ten Inselstadt Cres geht es sehr viel beschaulicher zu als in den Touristenorten auf dem Festland, und wer Cres hinter sich gelassen hat, findet im idyllischen Fischerort Valun in einer stillen Bucht vielleicht sein Paradies. Obwohl Valun durch die Fernsehserie „Der Sonne entgegen“ bekannt wurde, scheint die Zeit hier immer noch stillzustehen. Ein Angler sitzt allein auf der Hafenmole und wartet auf einen Fang im smaragdgr&#252;nen, klaren Wasser. Ein paar Boote d&#252;mpeln im kleinen Hafenbecken, einige G&#228;ste sitzen im Freien und genie&#223;en die Ruhe. Valun – das ist einer der Orte, an denen man die Seele tats&#228;chlich baumeln lassen kann.</p>
<p><strong>UNESCO-Weltnaturerbe Plitvicer Seen</strong></p>
<p>Ein Ausflug muss noch sein, ein recht „langer Ritt“ obendrein. Von Opatija geht es zu den Plitvicer Seen, die zwar nicht mehr zur Region Istrien geh&#246;ren, aber dennoch wegen des einmaligen Naturschauspiels die lange Anreise lohnen und zum UNESCO-Weltnaturerbe geh&#246;ren. Die Hauptsehensw&#252;rdigkeit sind 16 Seen, die terrassenf&#246;rmig auf einer L&#228;nge von acht Kilometern liegen und deren Wasser &#252;ber insgesamt 156 Meter H&#246;henunterschied von einem See in den n&#228;chsten st&#252;rzt. Wer meint, hier ein Déjá-vu-Erlebnis zu haben, hat recht: Einige Szenen der Winnetou-Filme wurden in dieser Gegend gedreht. Der wilde Westen – er lag damals filmisch im ehemaligen Jugoslawien. Einen Tag sollte man f&#252;r die Erkundung dieses Naturparks einkalkulieren, den man per Bus und Boot erkunden kann. Ein besonderes Erlebnis ist eine Wanderung zur untersten Seeterrasse, wo der „Gro&#223;e Wasserfall“ hinabst&#252;rzt.</p>
<p>Weitere Informationen zu Istrien finden Sie unter <a href="http://www.linkspion.de/kroatien/" target="_blank">www.linkspion.de/kroatien/</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Krank durch Tabakrauch &#8211; Rauchen – kein Problem?</title>
		<link>http://www.fkm-verlag.de/blog/2011/11/14/krank-durch-tabakrauch-rauchen-kein-problem/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 19:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Warnhinweise, Tabakverteuerung und Rauchverbote sollen vor der h&#228;ufigsten vermeidbaren Todesursache, sch&#252;tzen – dem Rauchen. Musste man noch vor wenigen Jahren inmitten von Tabakqualm auf den Zug warten, sein Mittagessen mit Nikotingeschmack einnehmen und regelm&#228;&#223;ig rauchgeschw&#228;ngerte Kleidung wechseln, so ist der blaue Dunst heute aus vielen Bereichen des &#246;ffentlichen Lebens verschwunden. Rauchen vor der Kamera ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Warnhinweise, Tabakverteuerung und Rauchverbote sollen vor der h&#228;ufigsten vermeidbaren Todesursache, sch&#252;tzen – dem Rauchen. Musste man noch vor wenigen Jahren inmitten von Tabakqualm auf den Zug warten, sein Mittagessen mit Nikotingeschmack einnehmen und regelm&#228;&#223;ig rauchgeschw&#228;ngerte Kleidung wechseln, so ist der blaue Dunst heute aus vielen Bereichen des &#246;ffentlichen Lebens verschwunden. Rauchen vor der Kamera ist ebenso out wie am Arbeitsplatz oder auf Familienfeiern. Millionen sind seither zu Nichtrauchern geworden, doch jeder Vierte inhaliert nach wie vor Tabakqualm. Den meisten ist das Ausma&#223; der Sch&#228;den dabei nicht bewusst. <span id="more-148"></span></em></p>
<p>Risikobewusstsein orientiert sich vor allem an kurzfristiger Bedrohung: So f&#252;rchten sich die meisten Menschen vor spektakul&#228;ren Ereignissen wie Naturkatastrophen, Gewalttaten oder Unf&#228;llen wesentlich mehr als vor einer Raucherkrankheit, obwohl letztere &#252;ber hundert Mal wahrscheinlicher und ebenso zerst&#246;rerisch eintreten wird. Zudem beurteilt der Mensch Bedrohungen auf der Grundlage seiner Erfahrung. Wir pr&#252;fen, was uns in der Vergangenheit Unbehagen oder Schmerz zugef&#252;gt hat. Doch die erste Erfahrung mit Zivilisations- und Raucherkrankheiten ist meist bereits irreversibel – und erm&#246;glicht damit keine „Trial-and-Error-Strategie“.</p>
<p><strong>„Risiken? Ich sp&#252;re nichts!“</strong></p>
<p>Das T&#252;ckische: Typische Raucherprobleme wie gelbe Z&#228;hne und Finger, Schwitzen, Husten, Herzschmerzen oder Atemlosigkeit bleiben zun&#228;chst eher unauff&#228;llig, um sich nach Monaten bis Jahren un&#252;bersehbar zu zeigen. Doch dann ist Rauchen meist keine Willensentscheidung mehr, sondern Sucht. Denn im Gehirn wird es wie Hunger oder Durst eingestuft: Diese schalten sich in unseren Willen ein. Wir essen und trinken – ob wir wollen oder nicht – und empfinden dabei eine „Vorfreude“, die wir danach wieder vergessen. Dahinter steckt vor allem das „Belohnungshormon“ Dopamin, das den Menschen d&#252;rsten, hoffen und nach Befriedigung suchen l&#228;sst.</p>
<p><strong>Jeder Raucher leidet unter Sauerstoffmangel<br />
</strong>Meist werden Tabakrisiken nur allgemein benannt („Raucher sterben fr&#252;her“), doch sind es die konkreten Auswirkungen, die Schicksale pr&#228;gen: Im<strong> </strong>Tabakrauch konnte man &#252;ber 4.000 giftige Substanzen nachweisen, davon einige stark krebserregende. Weil das im Rauch enthaltene Kohlenmonoxid an den roten Blutk&#246;rperchen die Bindungsstellen f&#252;r Sauerstoff besetzt, leiden alle Raucher unter mehr oder weniger starkem Sauerstoffmangel, der sich insbesondere bei intensiver Bewegung durch Atemlosigkeit und Herzklopfen bemerkbar macht. Teer verklebt die h&#228;rchenbesetzte Lungenschleimhaut und greift Magen und Speiser&#246;hre an, Nikotin macht Blutgef&#228;&#223;e eng und br&#252;chig und erzeugt k&#252;nstlichen Stress. Hierdurch erkl&#228;ren sich auch die typischen fr&#252;hen Raucherbeschwerden:</p>
<ul>
<li>verschleimter Husten, h&#228;ufige Erk&#228;ltungen</li>
<li>Atemnot und Herzklopfen bei k&#246;rperlicher Anstrengung</li>
<li>kalte H&#228;nde und F&#252;&#223;e</li>
<li>gelbe Z&#228;hne und Finger</li>
<li>starkes Schwitzen</li>
<li>Erektionsst&#246;rungen</li>
<li>unreine Haut, schlechte Wundheilung</li>
<li>Herz- und Beinschmerzen</li>
<li>Magenschmerzen und -entz&#252;ndung</li>
<li>Verlust des Riechens.</li>
</ul>
<p>Nach vielen Raucherjahren entwickeln sich meist schwere Erkrankungen: Durch Vernarbungen k&#246;nnen sich die chronisch verengten und entz&#252;ndeten Bronchien nicht mehr erweitern (chronisch obstruktive Bronchitis), der verschleimte Husten nimmt an Tiefe und Intensit&#228;t zu, die Atemleistung l&#228;sst nach, die Lunge wird &#252;berbl&#228;ht und zunehmend zerst&#246;rt (Lungenemphysem). Die durch das Nikotin ebenfalls verengten und entz&#252;ndeten Herzkranzgef&#228;&#223;e k&#246;nnen das Herz immer schlechter mit Sauerstoff versorgen, Herzinfarkt ist die h&#228;ufige Folge. Dasselbe gilt f&#252;r alle weiteren Arterien des K&#246;rpers, was besonders die Beine zunehmend von der Sauerstoffversorgung abschneidet: Trotz moderner Gef&#228;&#223;chirurgie steht daher der Beinverlust – das Raucherbein – weit oben auf der Liste der Raucherkrankheiten. Zu jedem Zeitpunkt – mit den Raucherjahren zunehmend – kann sich Lungen-, Speiser&#246;hren-, Magen-, oder Kehlkopfkrebs entwickeln. Alle Risiken gelten in kleinerem Ma&#223;stab bereits ab der ersten Zigarette sowie f&#252;r das Passivrauchen.</p>
<p><strong>Fakten und Zahlen f&#252;r Deutschland</strong></p>
<ul>
<li>27 % der Bev&#246;lkerung      rauchen, Tendenz fallend.</li>
<li>M&#228;nner (33 %)      rauchen mehr und h&#228;ufiger als Frauen (22 %)</li>
<li>Mit steigenden Einkommen,      Bildung und Lebensjahren nimmt der Raucheranteil ab: Zwei Drittel der 18-      bis 19-J&#228;hrigen mit Hauptschulabschluss, aber nur ein Drittel der      gleichaltrigen Abiturienten rauchen.</li>
<li>Mehr als 100.000      Menschen sterben j&#228;hrlich durch das Rauchen.</li>
<li>98 % der      Herzinfarktopfer unter 40 sind Raucher.</li>
<li>85 % der      Lungenkrebspatienten sind Raucher.</li>
<li>Raucher leben im      Schnitt 6–10 Jahre k&#252;rzer als andere Menschen.</li>
<li>Wer      &#252;ber 20 Jahre t&#228;glich 20 Zigaretten raucht, gibt daf&#252;r rund 34.000 € aus      und wird zu 25 % daran sterben.</li>
<li>Weder „Light-Zigaretten“,      noch „besonders reiner“ Tabak, (Wasser)Pfeifen oder bestimmte Rauchtechniken      &#228;ndern das Sterberisiko.</li>
<li>Mit der Zahl der Zigaretten      steigt die Sterberate – hohes Risiko ab 5 Zigaretten t&#228;glich, sehr hohes      Risiko ab 20 Zigaretten.</li>
</ul>
<p>Wenn Sie Nichtraucher sind, bleiben Sie es in jedem Fall und versuchen Sie auch andere – akzeptierend, nicht fordernd – dazu zu bewegen. Tun Sie dies ohne Werturteile, denn es geht nicht um Fehlverhalten, sondern darum, Menschen – und deren Angeh&#246;rige – vor schweren Krankheiten und einem vorzeitigen Tod zu bewahren.</p>
<p><strong>Wichtige Tipps f&#252;r den Ausstieg</strong></p>
<p>Wenn Sie selbst Raucher/in sind, m&#252;ssen Sie sich aus freien St&#252;cken daf&#252;r oder dagegen entscheiden. Dies kann Ihnen niemand abnehmen. Denken Sie auch daran, dass Sie erst nach einem Jahr v&#246;lligem Tabakverzicht Nichtraucher/in sind und erst nach zwei Jahren den Entw&#246;hnungsprozess hinter sich haben. Mit dem Ausstieg aus dem Rauchen schlie&#223;en Sie also einen „Zwei-Jahres-Vertrag“ mit sich selbst und Ihren Angeh&#246;rigen ab. Tipps f&#252;r die Entw&#246;hnung:</p>
<ul>
<li>Notieren Sie sich Ihre Gr&#252;nde, zu rauchen und damit aufzuh&#246;ren.</li>
<li>Gute Vors&#228;tze (z. B. zum Jahreswechsel oder Geburtstag) dienen meist nur als Ausrede, weiterzurauchen. Nehmen Sie sich den Ausstieg daher nicht vor, sondern h&#246;ren Sie sofort auf. Vernichten Sie dazu alle Zigaretten und Zubeh&#246;r.</li>
<li>Lassen Sie sich von anderen Menschen (Familie, Freunde, Arzt) unterst&#252;tzen.</li>
<li>Manche Raucher k&#246;nnen m&#252;helos aussteigen. In den meisten F&#228;llen liegen jedoch H&#252;rden vor Ihnen – umso gr&#246;&#223;er das Erfolgserlebnis, wenn Sie es schaffen! Stellen Sie sich f&#252;r alle F&#228;lle auf Momente qu&#228;lenden Verlangens und depressiver Stimmungen ein. W&#228;hlen Sie sich f&#252;r diese eine wirksame „Ablenkung“, z. B. Laufen oder Schwimmen gehen, 0,5 l Wasser/Kr&#228;utertee trinken oder eine/n Freund/in besuchen.</li>
<li>Vermeiden Sie Langeweile und suchen Sie sich f&#252;r die n&#228;chsten Monate Ausgleichst&#228;tigkeiten, insbesondere intensiven Sport, aber auch Musik mit Nichtrauchern.</li>
<li>Meiden Sie Orte, an denen geraucht wird.</li>
<li>Essen Sie bewusst fettarm mit viel frischer Kost und „sch&#252;sselweise“ Salaten, da Ihr Appetit steigen wird.</li>
<li>Nikotinpflaster (Apotheke) und Nichtraucherseiten im Internet (z. B. <a href="http://www.rauchfrei.de" target="_blank">www.rauchfrei.de</a>) k&#246;nnen Ihnen v. a. in den ersten Wochen helfen.</li>
</ul>
<p>Erst nach etwa zwei Jahren versp&#252;ren die meisten Exraucher kein dringendes Verlangen nach einer Zigarette mehr. Begreifen Sie Nichtrauchen als Gewinn und Teil Ihrer „Manpower“, dann haben Sie gute Chancen, Nichtraucher/in zu werden oder zu bleiben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Medikamentenabh&#228;ngigkeit &#8211; Arznei oder Suchtmittel?</title>
		<link>http://www.fkm-verlag.de/blog/2011/09/23/medikamentenabhaengigkeit-arznei-oder-suchtmittel/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 19:02:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht erst seit dem pl&#246;tzlichen Tod von Michael Jackson ist Medikamentenabh&#228;ngigkeit ein dr&#228;ngendes Thema: Allein in Deutschland sind zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Menschen medikamentens&#252;chtig, Frauen h&#228;ufiger als M&#228;nner, &#196;ltere h&#228;ufiger als J&#252;ngere. Insbesondere Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Familie der Benzodiazepine bergen ein gro&#223;es Suchtpotenzial. Diese Arzneimittel werden in der Regel bei Schlaflosigkeit, Nervosit&#228;t, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nicht erst seit dem pl&#246;tzlichen Tod von Michael Jackson ist Medikamentenabh&#228;ngigkeit ein dr&#228;ngendes Thema: Allein in Deutschland sind zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Menschen medikamentens&#252;chtig, Frauen h&#228;ufiger als M&#228;nner, &#196;ltere h&#228;ufiger als J&#252;ngere. Insbesondere Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Familie der Benzodiazepine bergen ein gro&#223;es Suchtpotenzial. Diese Arzneimittel werden in der Regel bei Schlaflosigkeit, Nervosit&#228;t, Depressionen, Unruhe, &#196;ngsten und Panikattacken verschrieben. Experten sch&#228;tzen die volkswirtschaftlichen Folgekosten auf ca. 14 Milliarden € ein.<span id="more-146"></span></em></p>
<p>Benzodiazepine werden in der Regel bei Schlaflosigkeit, Nervosit&#228;t, Depressionen, Unruhe, &#196;ngsten und Panikattacken verschrieben. Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen aller Altersgruppen. Auch fast 40 % der &#252;ber 65-J&#228;hrigen finden nachts keine Ruhe und suchen geh&#228;uft Erleichterung durch Schlaf- und Beruhigungsmittel. Obwohl diese tats&#228;chlich kurzfristig Linderung verschaffen k&#246;nnen, beheben sie jedoch nicht die Ursachen f&#252;r die Beschwerden, wie z. B. dauerhafter Stress, emotionales Ungleichgewicht, Bewegungsmangel, Depression, Alkohol oder &#220;berlastung.</p>
<p><strong>Schleichende Gefahr und ihre Auswirkungen</strong></p>
<p>Bei regelm&#228;&#223;iger Einnahme f&#252;hren Benzodiazepine schnell zur Abh&#228;ngigkeit. In der Regel sollten 14 Tagesdosen nicht &#252;berschritten werden. Das Gef&#228;hrliche hierbei ist der schleichende Prozess des Abh&#228;ngigwerdens, der nach au&#223;en hin nicht auff&#228;llt. W&#228;hrend die Folgen von Alkohol- oder Drogensucht f&#252;r das gesellschaftliche Umfeld h&#228;ufig un&#252;bersehbar sind, bleibt Medikamentenabh&#228;ngigkeit oft jahrelang unerkannt. Psychische Symptome einer Abh&#228;ngigkeit sind z. B. Interessenverlust, Stimmungsschwankungen, Apathie, &#228;ngstliche Unruhe und Anspannung. Zu den k&#246;rperlichen Symptomen z&#228;hlen M&#252;digkeit, Konzentrationsschw&#228;che, neurologische Ausf&#228;lle, Schwitzen, &#220;belkeit, Gewichtsverlust und Dauerkopfschmerzen.</p>
<p>Insbesondere bei &#228;lteren Menschen kann die unkontrollierte Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln zu verminderter Wahrnehmungs- und Reaktionsf&#228;higkeit f&#252;hren sowie zu Ged&#228;chtnisst&#246;rungen bis hin zu Verwirrtheitszust&#228;nden und Halluzinationen. Aufgrund dieser unerw&#252;nschten Begleiterscheinungen lassen sich insbesondere bei &#228;lteren Menschen viele St&#252;rze und folgend Knochenbr&#252;che auf die Medikation von Benzodiazepinen zur&#252;ckf&#252;hren.</p>
<p><strong>Warnzeichen, auf die Sie achten sollten</strong></p>
<p>Etwa jedes zw&#246;lfte in Apotheken abgegebene Arzneimittel dient als Suchtmittel. Achten Sie daher unabh&#228;ngig davon, welches Medikament Sie einnehmen, auf die folgenden Warnzeichen, die ernst zu nehmende Hinweise auf eine schleichende Arzneimittelabh&#228;ngigkeit geben:</p>
<ul>
<li>Indikationserweiterung, wenn Sie z. B. beginnen, Ihr Schlafmittel auch tags&#252;ber gegen Unruhe zu nehmen.</li>
<li>Fixierung auf die Medikamente, wenn Sie ohne Ihre Tabletten nicht mehr aus dem Haus gehen, andere Formen der Hilfe ablehnen oder sich eine Reduktion oder gar das Absetzen der Tabletten gar nicht mehr vorstellen k&#246;nnen.</li>
<li>Dosissteigerung, wenn Sie mehr Tabletten einnehmen, als verschrieben wurden oder Sie sich vorgenommen haben.</li>
<li>Heimlichkeit, wenn Sie Ihr Einnahmeverhalten anderen gegen&#252;ber verschweigen, beim Arzt auf ein neues Rezept dr&#228;ngen und sich evtl. zus&#228;tzliche „Quellen“ suchen, z. B. Rezepte anderer &#196;rzte.</li>
<li>Entzugssymptome, die beim abrupten Absetzen der Medikamente auftreten und den Ursprungsbeschwerden &#228;hneln. Hierzu z&#228;hlen Schlafst&#246;rungen, &#196;ngste, Schmerzen, Unruhe, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, „D&#252;nnh&#228;utigkeit“ und Ver&#228;nderungen der K&#246;rperwahrnehmung.</li>
</ul>
<p>Suchen Sie auf jeden Fall entsprechende &#228;rztliche bzw. psychotherapeutische Hilfe auf, wenn Sie beschriebene Anzeichen oder Verhaltensweisen bemerken! Sprechen Sie auch andere darauf an, wenn Sie ein Suchtverhalten bemerken – au&#223;erhalb der Behandlung bestimmter chronischer Krankheiten z&#228;hlt t&#228;gliche Tabletteneinnahme keineswegs zur Normalit&#228;t. Abh&#228;ngigkeiten sind erfolgreich zu behandeln! Nat&#252;rlich stehen Ihnen auch Suchtberatungsstellen vor Ort sowie Ihre BKK mit Rat und Tat zur Seite.</p>
<p>Medikamente mit hohem Suchtpotenzial</p>
<ul>
<li>Schlaf- und Beruhigungsmittel (Hypnotika, Sedativa, Tranquilizer</li>
<li>Schmerzmittel (Analgetika)</li>
<li>Aufputschmittel (Stimulanzien, zentralerregende Mittel)</li>
<li>Appetitz&#252;gler</li>
<li>Abf&#252;hrmittel</li>
<li>Hustenmittel mit Codein (Bestandteil des Rohopiums).</li>
</ul>
<p><strong>Wichtige Adressen</strong></p>
<p>Deutsche Hauptstelle f&#252;r Suchtfragen e. V. (DHS)<br />
Postfach 1369, 59065 Hamm<br />
Tel. (0 23 81) 90 15-18<br />
info@dhs.de, <a href="http://www.dhs.de" target="_blank">www.dhs.de</a></p>
<p>NAKOS – Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterst&#252;tzung von Selbsthilfegruppen<br />
Wilmersdorfer Str. 39, 10627 Berlin<br />
Tel. (030) 31 01 89 60, <a href="http://www.nakos.de/" target="_blank">www.nakos.de</a></p>
<p><strong>Schlafst&#246;rungen: Ursachen, Hintergr&#252;nde, Auswege</strong></p>
<p>Experten der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Schlafforschung und Schlafmedizin empfehlen Erwachsenen acht Stunden Schlaf pro Tag. Bei den meisten Menschen kommt es von Zeit zu Zeit vor, dass die Nachtruhe &#252;ber einen oder mehrere Tage gest&#246;rt verl&#228;uft. Meistens sind private Probleme oder eine Erkrankung die Ursache daf&#252;r. Viele Menschen finden jedoch fortw&#228;hrend zu wenig Schlaf und liegen – teilweise &#252;ber mehrere Stunden – nachts wach. Wenn der Schlaf dauerhaft nicht mehr als erholsam erlebt wird, spricht man von einer Schlafst&#246;rung. Diese kann zu erheblichen Beeintr&#228;chtigungen im Alltag und Berufsleben f&#252;hren und reicht von M&#252;digkeit, Ersch&#246;pfung und Unruhegef&#252;hl bis hin zu Reizbarkeit, Angst und Depressivit&#228;t.</p>
<p>Es gibt viele m&#246;gliche Ursachen f&#252;r eine Schlafst&#246;rung, besonders h&#228;ufig sind jedoch Stress und psychische Belastung. Bevor man in solch einem Fall zu Schlaftabletten greift, die ein hohes Abh&#228;ngigkeitspotenzial bergen, sollte man versuchen, die Ursachen der Schlafst&#246;rung zu lindern oder zu beheben. Hierzu gibt es eine Reihe von Ma&#223;nahmen, die hilfreich sein k&#246;nnen, wie Entspannungs&#252;bungen, autosuggestive Techniken, Ern&#228;hrungsumstellung (z. B. Verzichte auf sp&#228;tabendliche Mahlzeiten), Alkoholreduktion, Bewegung, Schlafhygiene etc.</p>
<p><strong>Testen Sie sich: Leide ich unter einer behandlungsbed&#252;rftigen Schlafst&#246;rung?</strong></p>
<ul>
<li>Liegen Sie abends regelm&#228;&#223;ig mehr als eine halbe Stunde wach im Bett, bevor Sie einschlafen k&#246;nnen?</li>
<li>Wachen Sie in der Nacht mehr als ein bis zwei Mal auf?</li>
<li>Wenn Sie nachts aufwachen, brauchen Sie dann l&#228;ngere Zeit, bevor Sie wieder einschlafen k&#246;nnen?</li>
<li>F&#252;hlen Sie sich tags&#252;ber &#252;ber die Ma&#223;en m&#252;de oder schlafen Sie gar unbeabsichtigt ein?</li>
<li>Schnarchen Sie oft?</li>
<li>Sind bei Ihnen Atemaussetzer im Schlaf bekannt?</li>
<li>F&#252;hlen Sie sich morgens meist unausgeschlafen und wie „ger&#228;dert“?</li>
<li>Haben Sie morgens h&#228;ufiger Kopfschmerzen?</li>
<li>Bestehen bei Ihnen Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, &#220;bergewicht oder Grunderkrankungen, die den Schlaf beeintr&#228;chtigen k&#246;nnen?</li>
</ul>
<p>Dieser Fragebogen kann nur einer groben Einsch&#228;tzung dienen. Wenn Sie aber mehr als drei Fragen mit „Ja“ beantworten k&#246;nnen, sollten</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Oma und Opa sind die Besten</title>
		<link>http://www.fkm-verlag.de/blog/2011/04/12/oma-und-opa-sind-die-besten/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 18:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Lebenswelt von Kindern sind Gro&#223;eltern nicht wegzudenken. Entlastet von Erziehungspflichten k&#246;nnen sie ihren Enkeln mit Nachsicht, Zeit und Wohlwollen begegnen und ihnen ebenso Halt wie Raum zum Entwickeln und Ausprobieren geben.
Seit vielen Jahren hat die Gro&#223;familie wieder Konjunktur. Denn neben dem Bedarf an emotionalem R&#252;ckhalt steigen die Anspr&#252;che an beruflichen Einsatz und Flexibilit&#228;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der Lebenswelt von Kindern sind Gro&#223;eltern nicht wegzudenken. Entlastet von Erziehungspflichten k&#246;nnen sie ihren Enkeln mit Nachsicht, Zeit und Wohlwollen begegnen und ihnen ebenso Halt wie Raum zum Entwickeln und Ausprobieren geben.<span id="more-141"></span></em></p>
<p>Seit vielen Jahren hat die Gro&#223;familie wieder Konjunktur. Denn neben dem Bedarf an emotionalem R&#252;ckhalt steigen die Anspr&#252;che an beruflichen Einsatz und Flexibilit&#228;t der Eltern stetig. Arbeit- und Auftraggeber erwarten heute von Berufst&#228;tigen die zeitnahe engagierte Umsetzung ihrer Ziele – vorrangig vor Elternaufgaben oder festen Arbeitszeiten. War noch vor 30 Jahren die b&#252;rgerliche Familie mit berufst&#228;tigem Ehemann und Hausfrau das vorherrschende Familienmodell, so sind heute &#252;berwiegend beide Eltern berufst&#228;tig. Dies ist nicht nur der Chancengleichheit, sondern auch real sinkenden L&#246;hnen geschuldet. Den Gro&#223;eltern kommt dabei eine Schl&#252;sselrolle zu, denn sie haben die „Rushhour“ des Lebens mit Familiengr&#252;ndung, Existenzaufbau und Karriere meist bereits bew&#228;ltigt und daher unersetzliche Ressourcen beizusteuern: Verst&#228;ndnis, Entlastung und vor allem Zeit.</p>
<p>Viele heutige Gro&#223;eltern haben Nachkriegsjahre und eine gescheiterte Gesellschaft in einem zerst&#246;rten Land – reich an Kindern, aber arm an V&#228;tern, Leitbildern und Existenzgrundlagen – erlebt. Vor diesem Hintergrund k&#246;nnen sie manche scheinbar schwerwiegenden Probleme und Bed&#252;rfnisse von heute gelassener betrachten und den raschen Wandel von Ideen – z. B. zu Kinderp&#228;dagogik, Familie und sozialer Sicherheit – besser wahrnehmen.</p>
<p><strong>Gelassenheit und Nachsicht – Vorrecht der Gro&#223;eltern</strong></p>
<p>Mit zwei Generationen Abstand stehen Omas und Opas nicht mehr unter dem Druck, „perfekte“ Eltern zu sein, sondern k&#246;nnen eine herzliche und lockere Beziehung zu ihren Enkeln aufbauen und auch einmal F&#252;nf gerade sein lassen: Teller kaputt – kann ja mal passieren. Noch etwas S&#252;&#223;es – schadet bestimmt nicht. Spielsachen nicht aufger&#228;umt – dann eben morgen. Ein St&#252;ndchen Fernsehen – warum nicht? Das, wovor vielen Eltern graust, schadet keineswegs der Erziehung oder den Kindern, sondern ist das Vorrecht der ganz besonderen Beziehung zwischen Enkeln und Gro&#223;eltern, die miteinander mehr Zeit <em>haben</em> als Zeit nutzen, mehr genie&#223;en als Kurs bestimmen, mehr erleben als trainieren. Dies erm&#246;glicht den Kindern, sich ohne den Druck einer st&#228;ndigen Beurteilung und Instruierung einzufinden und zu &#246;ffnen. Gerade dies unterst&#252;tzt die Entwicklung eines Kindes h&#228;ufig mehr als die ausgefeilteste Erziehung.</p>
<p><strong>Erziehungsverantwortung immer bei den Eltern</strong></p>
<p>Anders gestaltet sich die Situation, wenn Gro&#223;eltern Erziehungsaufgaben ausf&#252;hren – sei es weil sie t&#228;glich feste Betreuungszeiten &#252;bernehmen oder ihnen viel an der Erziehung liegt. Hier sollte hinsichtlich Regeln und Tagesgestaltung ein gemeinsamer Kurs festgelegt und abgestimmt sein, wer die Rolle der Hauptbezugsperson &#252;bernimmt. Die Verantwortung f&#252;r die Erziehung tragen hierbei immer die Eltern, auch wenn sie nicht im Moment anwesend sind. Gleichwohl sollten sie in der Lage sein, ihrem Kind und dessen Gro&#223;eltern Zeiten des entspannten Miteinanders zu erm&#246;glichen, in denen weder die Eltern noch deren Regelwerk eine tragende Rolle spielen und auch ein bisschen verw&#246;hnt werden darf. Denn Oma und Opa sind einfach die Besten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schulen Sie Ihr Ged&#228;chtnis &#8211; Eselsbr&#252;cken und R&#228;uberleitern</title>
		<link>http://www.fkm-verlag.de/blog/2010/11/30/schulen-sie-ihr-gedaechtnis-eselsbruecken-und-raeuberleitern/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 18:58:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fkm-verlag.de/blog/?p=138</guid>
		<description><![CDATA[Sie vergessen &#246;fter einmal Telefonnummern, Details bei Besorgungen oder Pin-Nummern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen. Meist hat dies nicht das Geringste mit der h&#228;ufig bef&#252;rchteten Alzheimer-Krankheit zu tun, sondern mit Aufmerksamkeit, Arbeitsorganisation und „Informationsverarbeitung und -ablage“ im Gehirn. Und gerade bei Letzterem k&#246;nnen Sie mit wenig Aufwand viel erreichen.
Unser Alltag ist gepr&#228;gt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sie vergessen &#246;fter einmal Telefonnummern, Details bei Besorgungen oder Pin-Nummern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen. Meist hat dies nicht das Geringste mit der h&#228;ufig bef&#252;rchteten Alzheimer-Krankheit zu tun, sondern mit Aufmerksamkeit, Arbeitsorganisation und „Informationsverarbeitung und -ablage“ im Gehirn. Und gerade bei Letzterem k&#246;nnen Sie mit wenig Aufwand viel erreichen.<span id="more-138"></span></em></p>
<p>Unser Alltag ist gepr&#228;gt von abstrakten Zahlen und Symbolen, der Mensch denkt und speichert jedoch in emotionalen, rhythmischen und Beziehungskategorien. So werden Sie beispielsweise die Telefonnummer 0241923658253 schlechter erfassen und speichern als 0241/92 36 58-253 oder die identischen Buchstaben in der Reihenfolge „rkeriasebaenenkbksts“ schlechter als „krassekebaberkentnis“ oder „betriebskrankenkasse“. Spontan k&#246;nnen wir das ABC-Lied aus unserer Kindheit wiedergeben, ganz im Gegensatz zur zweiten binomischen Formel. Denn Informationen brauchen im Gehirn ein „Gesicht“, einen Bezug und eine Geschichte. Mit folgendem Merksatz kennen Sie z. B. alle Planeten und ihre Reihenfolge: „Mein Vater erkl&#228;rt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten“ – f&#252;r die neun (heute acht) Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, fr&#252;her: Pluto.</p>
<p>Denken Sie sich zu Begriffen und Zahlen Geschichten aus, je theatralischer, desto besser. Die Adresse „Andreas Knopf, B&#252;rgerstr. 13, 24670 Musterdorf“ kann symbolisieren: 13 B&#252;rger mit abgerissenem Knopf (Ungl&#252;ckszahl) stehen am Andreaskreuz zwei Dutzend (24) Widersachern gegen&#252;ber, 6 Tage die Woche (7 Tage) mit null Erfolg. Ein Anbieter f&#252;r Telefonauskunft nutzt diese Technik f&#252;r Werbeslogans, z. B. mit einer Anspielung auf das Universit&#228;tsstudium der 90er-Jahre: „11 Scheine in 88 Semestern mit 0 Stress.“</p>
<p>Noch wirksamer w&#228;hlen Sie f&#252;r Zahlen bestimmte Personen oder Gegenst&#228;nde, z. B.:</p>
<p>0 =    Nacht (nichts)</p>
<p>1 =    Kerze</p>
<p>2 =    Wurst (2 Enden)</p>
<p>3 =    Hocker (3 Beine)</p>
<p>4 =    Auto (4 R&#228;der)</p>
<p>5 =    Hand (5 Finger)</p>
<p>6 =    W&#252;rfel (6 Seiten)</p>
<p>7 =    Zwerge (7 Zwerge)</p>
<p>8 =    Achterbahn</p>
<p>9 =    Katze (9 Leben)</p>
<p>10 = F&#252;&#223;e (10 Zehen)</p>
<p>11 = Fu&#223;ballmannschaft</p>
<p>12 = Gespenst (Geisterstunde)</p>
<p>13 = Aufzug (kein 13. Stock)</p>
<p>Besonders pr&#228;gen sich auch Personen aus dem Umfeld ein, z. B. 2 = Schwester (zwei Geschwister) oder 9 = bester Kegelfreund (9 Kegel). F&#252;r eine Zahlenreihe erfinden Sie nun eine entsprechende Geschichte, f&#252;r obige Telefonnummer z. B.: Sie fahren nachts mit Ihrer Schwester mit dem Auto, in dem eine Kerze brennt. Die Katze Ihrer Schwester springt auf den Hocker, worauf Ihnen der W&#252;rfel in die Hand f&#228;llt. Achterbahn f&#228;hrt Ihre Schwester ungern, sie klammert sich dann mit der Hand am Sitz (Hocker) fest.</p>
<p>Sind die Zahlen mit Begriffen verkn&#252;pft, k&#246;nnen Sie diese in die Geschichte einflie&#223;en lassen. Wenn Sie z. B. f&#252;r einen Kuchen 10 Eier, 1 kg Zucker, 400 g Butter, 8 &#196;pfel und 2 Becher Sahne einkaufen m&#246;chten, kann dies symbolisieren: Sie laufen (F&#252;&#223;e = 10) auf Eiern mit einer Kerze (1) aus Zucker, d&#252;rfen die Butter nicht ins Auto (4) legen, die &#196;pfel werden in der Achterbahn (8) zu Mus, und Ihre Schwester (2) schl&#228;gt die Sahne.</p>
<p>Was am Anfang ungewohnt klingt, wird sich als hervorragende Ged&#228;chtnisst&#252;tze herausstellen. Ganz „nebenbei“ schulen Sie dabei Ihre Aufmerksamkeit und Fantasie. Auch Buchstaben k&#246;nnen Sie mit entsprechenden Bildern und Namen aus Ihrem Bekanntenkreis belegen, z. B. A = Anna, B = Ball, C = Christian, D = Dach usw.</p>
<p>Eine weitere, bereits aus der Antike bekannte Assoziationstechnik verkn&#252;pft Orte mit Inhalten: Wenn Sie sich einen Text, z. B. f&#252;r eine Pr&#228;sentation oder Pr&#252;fung, einpr&#228;gen wollen, verkn&#252;pfen Sie die einzelnen Inhalte dazu gedanklich mit Orten, z. B. Stationen auf Ihrem Weg zur Arbeit, und notieren Sie diese. Wenn Sie sich Ort und zugeh&#246;rigen Inhalt mehrmals gemeinsam eingepr&#228;gt haben, k&#246;nnen Sie Ihr Wissen relativ leicht als „Spaziergang“ speichern und wiedergeben.</p>
<p>Welche Technik Sie auch nutzen: Dichten und erfinden Sie: Die fantastischsten Geschichten werden Ihnen dabei am l&#228;ngsten im Ged&#228;chtnis bleiben.</p>
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		<title>Heute schon gefreut? &#8211; Aktiv gegen die Depression</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 18:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Trauer, Kummer und Angst geh&#246;ren wie Hoffnung und Freude zum Leben – als wichtige Antworten auf belastende Einfl&#252;sse. Wenn die Welt jedoch im Einheitsgrau versinkt und Menschen keine Freude, Neugier oder Initiative mehr aufbringen k&#246;nnen, haben sich diese Reaktionen zur Depression verselbst&#228;ndigt. Beizeiten erkannt, l&#228;sst sich die St&#246;rung wirksam behandeln.
In Deutschland werden pro Jahr ungef&#228;hr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Trauer, Kummer und Angst geh&#246;ren wie Hoffnung und Freude zum Leben – als wichtige Antworten auf belastende Einfl&#252;sse. Wenn die Welt jedoch im Einheitsgrau versinkt und Menschen keine Freude, Neugier oder Initiative mehr aufbringen k&#246;nnen, haben sich diese Reaktionen zur Depression verselbst&#228;ndigt. Beizeiten erkannt, l&#228;sst sich die St&#246;rung wirksam behandeln.</em></p>
<p>In Deutschland werden pro Jahr ungef&#228;hr 5–6 Millionen Menschen von Depressionen heimgesucht, Frauen etwa doppelt so h&#228;ufig wie M&#228;nner, insbesondere zwischen dem 30. und 40. sowie jenseits des 60. Lebensjahres.<span id="more-134"></span></p>
<p><strong>Wichtige Ursachen bzw. Verst&#228;rker der Depression</strong></p>
<ul>
<li>soziale Isolation, z. B. durch Alter, Alleinleben, Arbeitsplatzverlust oder Verarmung</li>
<li>hormonelles Ungleichgewicht, z. B. durch Geburt, Menopause, starke Zyklusschwankungen oder Schilddr&#252;senunterfunktion</li>
<li>Minderwertigkeitsgef&#252;hle</li>
<li>&#220;berlastung, Leistungsdruck</li>
<li>Traumen z. B. durch Verlust, Trennung, Gewalt oder Unfall</li>
<li>instabile Beziehungen mit fehlenden sicheren Bindungen, kalten Konflikten oder Liebesentzug</li>
<li>mangelnde Liebe und Geborgenheit in der Kindheit</li>
<li>erbliche Disposition (famili&#228;r geh&#228;uft)</li>
<li>organische Beeintr&#228;chtigungen wie Gehirn- und Leberst&#246;rungen (z. B. durch Suchtmittelmissbrauch) oder An&#228;mie</li>
</ul>
<p><strong>Depressionen erkennen</strong></p>
<p>Eine Depression ist nicht mit Stimmungstiefs zu verwechseln! Denn im Gegensatz dazu werden Gef&#252;hle und Antrieb der Betroffenen regelrecht gel&#228;hmt. Die Welt scheint hinter einer Scheibe vorbeizuziehen, einfache t&#228;gliche Aufgaben kosten gr&#246;&#223;te &#220;berwindung, &#252;berm&#228;chtiges Schlafbed&#252;rfnis und/oder Schlaflosigkeit gehen an die Substanz. Betroffene ziehen sich unwillk&#252;rlich zur&#252;ck. Auch „unerkl&#228;rliche“ Kopf-, R&#252;cken-, Herz- oder Magenschmerzen, Gewichtsverlust oder -zunahme sowie Todesgedanken h&#228;ufen sich. Erkrankte erleben ein Gef&#252;hl innerer Leere, Trauer, Sinn- und Hoffnungslosigkeit, f&#252;hlen sich m&#252;de, ersch&#246;pft und kraftlos, leiden h&#228;ufig unter Angst bis Panik. Entscheidungen und Konzentration fallen extrem schwer. In etwa 10 % der F&#228;lle treten au&#223;erdem manische Phasen auf, in welchen der/die Betroffene grundlos heiter, euphorisch oder aggressiv reagiert. Im Vordergrund steht h&#228;ufig die Unf&#228;higkeit, zu wollen und zu f&#252;hlen – und damit auch sich zu freuen oder aktiv zu werden. Bei Kindern treten verst&#228;rkt Essst&#246;rungen, selbststimulierendes Verhalten (Masturbieren, Daumenlutschen, N&#228;gelkauen, Kratzen) und &#252;bertriebene Anpassung auf.</p>
<p><strong>Wie gel&#228;hmt: Vernunftappelle scheitern</strong></p>
<p>Unter starkem Stress oder nach einem besonders belastenden Ereignis wie dem Tod eines Angeh&#246;rigen treten bei den meisten Menschen kurzfristig &#228;hnliche Symptome auf. Krankhaft werden sie jedoch dann, wenn sie bleiben. Dann handelt es sich um eine behandlungsbed&#252;rftige Erkrankung, die m&#246;glicherweise nicht mehr aus eigener Kraft &#252;berwunden werden kann.</p>
<p>Die Blockade von Gef&#252;hlen und Antrieb ist w&#228;hrend eines Depressionsschubes kaum willentlich beeinflussbar – daher sind Verhaltens- oder Vernunftappelle zum Scheitern verurteilt. F&#252;r Angeh&#246;rige ist diese Situation nicht weniger schmerzhaft, denn die Betroffenen reagieren oft zynisch, abweisend oder (selbst)zerst&#246;rerisch.</p>
<p>Viele Menschen leiden unter einer abgemilderten Variante oder Vorstufe der Depression: Sie k&#246;nnen ihr Leben bew&#228;ltigen, Aufgaben erf&#252;llen und Beziehungen pflegen – dies allerdings nur mit erh&#246;htem Kraftaufwand, Anspannung, h&#228;ufigen Entt&#228;uschungen und frustrierenden Konflikten. Daher sollte gerade hier fr&#252;hzeitig ein Kurswechsel vorgenommen werden.</p>
<p><strong>Medikamente</strong></p>
<p>Betroffene zeigen h&#228;ufig einen Mangel des ausgleichenden Botenstoffes Serotonin im Gehirn. Wird dieser nicht ausreichend gebildet oder &#252;bertragen, steigt das Risiko f&#252;r Depressionen um ein Vielfaches. Daher zielen Antidepressiva, die in der Regel von einem Arzt f&#252;r Neurologie oder Psychiatrie verschrieben werden, v. a. auf eine Serotoninsteigerung ab. Sie z&#228;hlen zwar gerade bei schweren Depressionen zu den wichtigsten S&#228;ulen der Therapie, erfordern aber eine gr&#252;ndliche Diagnostik und Verlaufsbeobachtung und sollten nur sehr behutsam und kritisch mit Beruhigungs- und Schlafmitteln oder anderen psychisch wirksamen Arzneimitteln kombiniert werden.</p>
<p><strong>Psychotherapie</strong></p>
<p>Unter Depressionen „f&#228;hrt man mit angezogener Bremse“ und verliert durch negatives Erleben und Abwehren positiver Reize wichtige Ressourcen und Chancen. Wer nicht in kurzer Zeit aus eigener Kraft die St&#246;rung bew&#228;ltigt, sollte daher eine Psychotherapie in Angriff nehmen. Diese ist keineswegs ein Tabuthema, sondern ein Zeichen, dass man Probleme erkennt und sie zu &#252;berwinden versucht. Offene soziale Beratungsstellen, z. B. bei Caritas oder Diakonie, k&#246;nnen Sie kostenlos dazu beraten. Informieren Sie sich, welche Therapiemethode f&#252;r Ihr Problem geeignet sein k&#246;nnte und suchen Sie dann gezielt nach einem psychologischen oder &#228;rztlichen Psychotherapeuten mit Kassenzulassung in Ihrer N&#228;he. Adressen erhalten Sie u. a. &#252;ber <a href="http://www.kbv.de/arztsuche" target="_blank">www.kbv.de/arztsuche</a>, die Arztauskunft (Tel. 040 / 80 90 87–0, <a href="http://www.arztauskunft.de/" target="_blank">www.arztauskunft.de</a>).</p>
<p>Durch offene Gespr&#228;che und gezieltes Verhaltenstraining kann der depressiv gepr&#228;gte Teufelskreis von Erleben („Ich werde alleingelassen.“), Kommunikation („Du unterst&#252;tzt mich nicht.“) und negativen Erfahrungen (R&#252;ckzug von Bezugspersonen, Arbeitsplatzverlust) durchbrochen werden. Nahestehende Menschen aus der Lebensgemeinschaft sollten miteinbezogen werden. Auch eine Psychosomatische Klinik (4–6 Wochen) kann durch die Verbindung aus Entlastung, ver&#228;ndertem Umfeld und intensiver Therapie entscheidende Impulse geben. Die vor&#252;bergehende Aufnahme in eine psychiatrische Klinik ist dann angezeigt, wenn Betroffene allt&#228;gliche Aufgaben nicht mehr ausf&#252;hren und ihr Leben nicht mehr bew&#228;ltigen k&#246;nnen – im Vordergrund stehen hier die Stabilisierung und medikament&#246;se Einstellung. Klinik&#252;berweisungen erfolgen jeweils durch den behandelnden Arzt.</p>
<p><strong>Nicht allein: Selbsthilfenetzwerke</strong></p>
<p>Selbsthilfeorganisationen stellen viele n&#252;tzliche Informationen zur Verf&#252;gung (Kontakte z. B. unter <a href="http://www.nakos.de" target="_blank">www.nakos.de</a>). Internetforen wie das Depressionsforum <a href="http://www.depri.ch" target="_blank">www.depri.ch</a> bieten au&#223;erdem eine wichtige Plattform zum Austausch f&#252;r Betroffene und Angeh&#246;rige. Hierbei sollten der Erfahrungsaustausch und nicht therapeutische Empfehlungen im Vordergrund stehen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was Sie selbst tun k&#246;nnen</strong></p>
<p>Wer das Prinzip des „halbleeren Glases“ lebt, wird die Welt auch dann als d&#252;ster erleben, wenn andere sich „im Sonnenschein“ tummeln. Dies erschwert nicht nur die t&#228;glichen Aufgaben, sondern auch die Beziehungen. Neben psychotherapeutischer und evtl. medikament&#246;ser Behandlung kommt es v. a. auf praktische Lebensgestaltung (z. B. Lebensrhythmus, Sport, Arbeit, Beziehungs-, Freizeit- und Selbstpflege) an sowie aktives Unterbinden negativer Verst&#228;rker (z. B. Opfer- oder R&#252;ckzugsgedanken). Hinter der F&#228;higkeit, sich zu freuen und zu interessieren, steckt nicht selten viel Arbeit und &#220;bung, doch diese lohnen sich. Denn damit gewinnen Sie wertvolle Ressourcen f&#252;r Ihre Aufgaben und Beziehungen, die Ihnen wiederum neue Kraft geben. Gehen Sie sorgsam und vers&#246;hnlich mit sich um und machen Sie den Kopf frei f&#252;r Sch&#246;nes und Neues, l&#228;cheln und lachen Sie m&#246;glichst oft – selbst wenn Ihnen nicht danach ist!</p>
<p><strong>Wichtige Selbsthilfe-Ma&#223;nahmen gegen Depression </strong></p>
<ul>
<li>Pro Tag nicht mehr als 8 Stunden schlafen und liegen, vor 7 Uhr aufstehen.</li>
<li>regelm&#228;&#223;iger Tagesrhythmus (schlafen, essen, bewegen, Kontakte), m&#246;glichst auch am Wochenende</li>
<li>viel frische Luft und Tageslicht</li>
<li>t&#228;glich mindestens eine Stunde intensive Bewegung</li>
<li>K&#228;ltereize, z. B. Wechselduschen, Schwimmen, kalte G&#252;sse, kalte Luft</li>
<li>Verzicht auf Suchtmittel wie Rauchen, Zucker/Essen, Tabletten, Alkohol oder Fernsehen</li>
<li>Kontakte suchen und sorgsam pflegen, andere nicht vorschnell verprellen.</li>
<li>Pr&#252;fen und ordnen der Beziehungen: Welche Menschen geben, welche nehmen Kraft oder Lebensfreude? Ist ein anderes Lebensmodell m&#246;glich/notwendig?</li>
<li>Depressive Gedanken, Gesten und Worte bereits in der Entstehung erkennen und entschieden gegensteuern.</li>
<li>Selbsthilfegruppen: Austausch mit anderen Betroffenen</li>
<li>sinngebende t&#228;gliche Aufgaben (z. B. Berufst&#228;tigkeit, Praktikum, Nachbarschaftshilfe, Verein)</li>
<li>Entspannung, Meditation</li>
<li>Weltanschauung, Religion, pers&#246;nliche Ziele</li>
<li>Bei sekund&#228;rer Depression (z. B. durch Trauma, Sucht, seelischen Stress, k&#246;rperliche Erkrankung): gezielte Ursachensuche und -therapie.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Drei L&#228;nder – ein See</title>
		<link>http://www.fkm-verlag.de/blog/2010/11/04/drei-laender-ein-see/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 18:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Wolfgang Reich
Der Bodensee ist das drittgr&#246;&#223;te Binnengew&#228;sser Europas, und mit Deutschland, der Schweiz und &#214;sterreich teilen sich drei L&#228;nder seine 273 Kilometer Uferlinie. An ihr reihen sich attraktive Sehensw&#252;rdigkeiten wie Perlen auf einer Schnur auf.
Vergoldete Zwiebelt&#252;rme glitzern im strahlenden Sonnenlicht, kunstvoll geschwungene Linien und kr&#228;ftige Farben verzaubern das Auge des Betrachters. Das Geb&#228;ude wirkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Wolfgang Reich</strong></p>
<p><em>Der Bodensee ist das drittgr&#246;&#223;te Binnengew&#228;sser Europas, und mit Deutschland, der Schweiz und &#214;sterreich teilen sich drei L&#228;nder seine 273 Kilometer Uferlinie. An ihr reihen sich attraktive Sehensw&#252;rdigkeiten wie Perlen auf einer Schnur auf.</em></p>
<p>Vergoldete Zwiebelt&#252;rme glitzern im strahlenden Sonnenlicht, kunstvoll geschwungene Linien und kr&#228;ftige Farben verzaubern das Auge des Betrachters. Das Geb&#228;ude wirkt wie eine Fata Morgana, und dennoch ist es ganz real: die Markthalle Altenrhein, auf der schweizerischen Seite des Bodensees gelegen, eines der letzten Bauwerke, das von Friedensreich Hundertwasser entworfen wurde. Neugierig spaziert man um das fr&#246;hlich wirkende Bauwerk herum, und wie bestellt stehen einige bestens erhaltene Oldtimer vor dem Eingang zur Markthalle. Ein paar Meter weiter sitzen ihre stolzen Eigent&#252;mer, die sich hier am Sonntagmorgen regelm&#228;&#223;ig zu „Benzingespr&#228;chen“ treffen.</p>
<p><strong>Mit der Zahnradbahn durch die Bergwelt</strong></p>
<p>Von der Markthalle sind es nur wenige Kilometer bis Rorschach, wo ein Wechsel auf ein anderes Verkehrsmittel ansteht: die Eisenbahn. Was w&#228;re ein Urlaub in der Schweiz ohne eine Fahrt mit einer der vielen Eisenbahnen? In Rorschach startet die einzige Zahnradbahn der Nordschweiz, vorbei geht es an G&#228;rten und Privath&#228;usern durch die Bergwelt, bis nach einer knappen halben Stunde Heiden erreicht ist. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf den Bodensee, &#252;ber den gerade einige Wolken hinwegziehen, die Europas drittgr&#246;&#223;ten See in ein wechselvolles Spiel von Licht und Schatten tauchen.</p>
<p>Obwohl bei Touristen beliebt, ist Heiden immer noch ein vertr&#228;umtes &#214;rtchen. Jeden Samstag findet neben der Kirche ein kleiner Markt statt, auf dem Bauern und Privatleute aus der direkten Umgebung ihre Erzeugnisse feilbieten. Gelegenheit f&#252;r einen Bummel und das eine oder andere Schw&#228;tzchen.</p>
<p><strong>Henry Dunant-Museum und Appenzeller K&#228;se</strong></p>
<p>Vom Markt ist es ein kleiner Spaziergang in ein Museum, das man besucht haben sollte: das Henry Dunant-Museum. Fragen Sie einmal in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, wer diesen Namen kennt. Vermutlich keiner, allenfalls wenige. Doch die Organisation, die auf seine Initiative hin gegr&#252;ndet wurde, kennen alle: das Rote Kreuz. 1901 erhielt Dunant, der nach seinem Ausschluss aus der Genfer Gesellschaft aufgrund gesch&#228;ftlicher Probleme in Heiden in Armut lebte, zusammen mit Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.</p>
<p>Die Schweiz ist bekannt f&#252;r ihren K&#228;se, und das gilt auch f&#252;r das Appenzeller Land. In Stein kann man in einer Schauk&#228;serei von der Besuchergalerie verfolgen, wie der „Appenzeller“ hergestellt wird. Nebenan im sehenswerten Heimatmuseum finden sich historische Alltagsgegenst&#228;nde, und im ersten Stock kann man wundersch&#246;ne Bauernschr&#228;nke bewundern. Trotz des sch&#246;nen Wetters und der reizvollen Landschaft: Ein Abstecher nach St. Gallen muss sein. Das Ziel: Die Altstadt mit ihren malerischen Gassen und dann nat&#252;rlich die ber&#252;hmte Stiftsbibliothek mit ihren kostbaren B&#252;chern und einer prachtvollen Innenausstattung.</p>
<p><strong>Fliegende Zigarren und Pfahlbauten </strong></p>
<p>Mit einer F&#228;hre geht es auf die andere Seite des Bodensees, wo weitere Sehensw&#252;rdigkeiten locken. In Friedrichshafen ist es das Zeppelin-Museum, das einen umfassenden &#220;berblick &#252;ber die Geschichte des Luftschiffbaus und das Leben des Grafen von Zeppelin bietet. H&#246;hepunkt des Museums ist der Nachbau eines Teils der legend&#228;ren „Hindenburg“ in Originalgr&#246;&#223;e. Am Himmel &#252;ber Friedrichshafen und dem Bodensee ist ein moderner Nachfolger der historischen „Zigarren“ zu sehen, der dort regelm&#228;&#223;ig seine Runden dreht. Wer &#252;ber das n&#246;tige Kleingeld verf&#252;gt, kann mit dem Hightech-Luftschiff Zeppelin NT auf einem Rundflug den Bodensee aus der Vogelperspektive betrachten.</p>
<p>Meersburg ist einer der am meisten besuchten Orte am Bodensee – und das zu Recht. Denn Meersburg hat ein sehr gut erhaltenes, historisches Stadtbild, das sich auf Unter- und Oberstadt verteilt. Durch enge und verwinkelte G&#228;sschen mit ihren pr&#228;chtigen Fachwerkh&#228;usern bummelt man hinauf zur trutzigen Meersburg, die hoch oben &#252;ber der Stadt thront. Von hier hat man einen fantastischen Blick &#252;ber den Bodensee – ein Blick, den schon die Dichterin Annette von Droste-H&#252;lshoff genoss, die hier einige Jahre lebte.</p>
<p>R&#228;umlich ist es nur ein Katzensprung, zeitlich ein weit gr&#246;&#223;erer: In Unteruhldingen stehen Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit, die in einem Museumskomplex rekonstruiert wurden und einen Einblick in das Leben unserer Vorfahren am Bodensee geben, die zwischen 4.000 und 850 v. Chr. mit Netzen und Harpunen auf Fischfang gingen und mit &#196;xten B&#228;ume zum H&#252;ttenbau f&#228;llten.</p>
<p><strong>Wallfahrtskirche St. Maria und Gem&#252;seinsel Reichenau</strong></p>
<p>Inmitten von Weinbergen liegt die Wallfahrtskirche St. Maria, die sch&#246;nste Barockkirche am Bodensee und mit einer halben Million Besuchern pro Jahr eine der Top-Sehensw&#252;rdigkeiten dieser Region. Bekannt ist diese Kirche freilich unter einem anderen Namen: die Birnau, benannt nach dem Gnadenbild der Gottesmutter von Birnau.</p>
<p>Als Gem&#252;seinsel ist die Reichenau bekannt, mit f&#252;nf Kilometern L&#228;nge und eineinhalb Kilometern Breite die gr&#246;&#223;te Insel im Bodensee. Hier lag einst das ber&#252;hmte Kloster Reichenau, deren Kirchen heute zum Weltkulturerbe der UNESCO geh&#246;ren. Denn in ihrem Innern finden sich gro&#223;artige Wandbilder aus der Zeit der Fr&#252;hromantik, deren Erhalt die Restauratoren heute vor einige Probleme stellt, vor allem durch die vielen Besucher.</p>
<p><strong>Blumeninsel Mainau</strong></p>
<p>Konstanz ist ein weiterer Ort, der zu den Hauptsehensw&#252;rdigkeiten des Bodensees geh&#246;rt. Sehenswert sind die Altstadt und das M&#252;nster, dessen Bau auf das Jahr 1089 zur&#252;ckgeht. Doch was w&#228;re ein Urlaub am Bodensee ohne einen Besuch der Mainau? Vom Fr&#252;hjahr bis zum Herbst verzaubert die Blumeninsel die Herzen aller Garten- und Blumenliebhaber. In der heutigen Form ist die Mainau das Lebenswerk des Grafen Lennart Bernadotte, der die Insel 1951 kaufte, als sie einem Urwald &#228;hnelte, und der 2004 im Alter von 95 Jahren starb. Sein Leben g&#228;be genug Stoff f&#252;r mehrere abendf&#252;llende Filme, denn wegen seiner Ehe mit einer b&#252;rgerlichen Fabrikantentochter trat er aus dem schwedischen K&#246;nigshaus aus und verzichtete damit auf eine m&#246;gliche Thronfolge.</p>
<p>Mehrfach haben wir auf unserer Tour um den Bodensee die Grenzen zwischen Deutschland, der Schweiz und &#214;sterreich &#252;berquert. H&#228;tten da nicht ein paar verwaiste Grenzh&#228;uschen gestanden, h&#228;tten wir es noch nicht einmal bemerkt.</p>
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		<title>Amarant &#8211; Das ges&#252;ndeste Getreide der Welt</title>
		<link>http://www.fkm-verlag.de/blog/2010/10/23/amarant-das-gesuendeste-getreide-der-welt/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 18:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Als die europ&#228;ischen Eroberer im fr&#252;hen 16. Jahrhundert tief in die Reiche der Inkas, Maya und Azteken eindrangen, fanden Sie eine gegen&#252;ber Europa &#252;berw&#228;ltigende Vielfalt an Nutzpflanzen vor. Doch was am erstaunlichsten war: Die V&#246;lker kannten kein Getreide, daf&#252;r aber ein unscheinbares Fuchsschwanzgew&#228;chs, das sie Wunderkorn nannten. Es gedieh unter widrigsten Bedingungen und lieferte riesige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Als die europ&#228;ischen Eroberer im fr&#252;hen 16. Jahrhundert tief in die Reiche der Inkas, Maya und Azteken eindrangen, fanden Sie eine gegen&#252;ber Europa &#252;berw&#228;ltigende Vielfalt an Nutzpflanzen vor. Doch was am erstaunlichsten war: Die V&#246;lker kannten kein Getreide, daf&#252;r aber ein unscheinbares Fuchsschwanzgew&#228;chs, das sie Wunderkorn nannten. Es gedieh unter widrigsten Bedingungen und lieferte riesige Mengen winziger, extrem nahrhafter Samen: Amarant.</em></p>
<p>Anspruchslos und ergiebig ist das „Inkakorn“: Eine einzige Pflanze tr&#228;gt &#252;ber 50.000 Samen (&lt; 1mm) mit knapp 60 % St&#228;rke – und ohne das in Getreiden enthaltene allergieausl&#246;sende Gluten (Klebereiwei&#223;). Auch in der Menge und Wertigkeit der enthaltenen Proteine, Ballaststoffe und Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Kalium oder Zink ist Amarant den Getreiden bei Weitem &#252;berlegen und war zu Recht &#252;ber neun Jahrtausende eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Neuen Welt.<span id="more-129"></span></p>
<p><strong>Niedergang und Renaissance</strong></p>
<p>Als im 16. Jahrhundert die Spanier den Anbau aufgrund der rituellen Bedeutung f&#252;r die Azteken unter Todesstrafe stellten, geriet Amarant als Kulturpflanze in Vergessenheit und &#252;berdauerte lediglich in entlegenen, unzug&#228;nglichen Gebieten S&#252;d- und Mittelamerikas. Erst vor wenigen Jahrzehnten erlebte das „Inkakorn“ als vermutlich vitalstoffreichstes „Getreide“ der Welt eine Renaissance. Hauptanbaugebiete sind heute warme und trockene Gebiete S&#252;d- und Mittelamerikas sowie Indien, h&#228;ufig auch h&#246;here Lagen bis 4.300 m. Doch auch in Afrika, den USA und in Europa wurden erfolgreiche Anbauversuche unternommen. In der Regel wird Amarant bereits vor dem Verkauf wie Hirse gebrauchsfertig gedroschen und gesch&#228;lt.</p>
<p><strong>Als Vitalstofflieferant ungeschlagen</strong></p>
<p>Amarantsamen enthalten um ein Vielfaches mehr Eisen als die meisten anderen Feldfr&#252;chte sowie hohe Anteile unges&#228;ttigter Fetts&#228;uren (70 % des Fettanteils) und essenzieller Aminos&#228;uren. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken verdauungs- und stuhlregulierend, bedingen aber Einschr&#228;nkungen bei Kindern unter 4 Jahren oder Magen-Darm-Entz&#252;ndungen (z. B. Gastritis). Weil die Amarantst&#228;rke besonders wenig Traubenzucker und sehr viel wasserziehendes Pektin enth&#228;lt, schont das Korn den Blutzucker – wichtig auch f&#252;r Diabetiker – und kann weichen Stuhl (z. B. bei chronischem Durchfall) normalisieren.</p>
<p><strong>100 g Amarantsamen enthalten durchschnittlich (je 100 g verzehrbarer Anteil)</strong></p>
<ul>
<li>57 g Kohlenhydrate (&#252;berwiegend St&#228;rke,      nur geringe Zuckeranteile)</li>
<li>16 g Proteine</li>
<li>11 g Wasser</li>
<li>6–9 g Fett gesamt (davon ca.      70 % unges&#228;ttigte Fetts&#228;uren, u. a. die Omega-3-Fetts&#228;ure Alpha-Linolens&#228;ure)</li>
<li>5 g Rohfaser</li>
<li>582 mg Phosphor</li>
<li>484 mg Kalium</li>
<li>308 mg Magnesium</li>
<li>214–250 mg Kalzium</li>
<li>25 mg Natrium</li>
<li>9–15 mg Eisen</li>
<li>4 mg Zink</li>
<li>1 mg Niacin</li>
<li>1 mg Vitamin B<sub>1</sub></li>
<li>0,2 mg Vitamin B<sub>2</sub></li>
<li>Brennwert: 365 kcal/1547 kJ</li>
</ul>
<p>Amarantsamen sind im gut sortierten Lebensmittelhandel, aber auch in Biol&#228;den und Reformh&#228;usern erh&#228;ltlich. Sie lassen sich wie Hirse verwenden und kochen, &#252;ber Hitze puffen und auch als Beigabe zu Teig (bis zu 20 % Amarantmehl) oder S&#252;&#223;speisen verwenden. Tipp: Geben Sie Ihrem Teig einfach 20 % gekochte Amarantk&#246;rner (15–20 Min.) bei.</p>
<p>Besonders bei Glutenunvertr&#228;glichkeit (Z&#246;liakie, Sprue), Eiwei&#223;-, Mineralien- und insbesondere Eisenmangel stellt Amarant mit seinem leicht nussigen Geschmack einen geeigneten Getreideersatz dar. Auch als Sportlernahrung f&#252;r Freizeit- und Leistungssportler ist der kohlenhydratreiche Mineralienlieferant herk&#246;mmlichen Getreiden weit &#252;berlegen – und nat&#252;rlich f&#252;r die „Alltagsk&#252;che“ bestens geeignet: Einfach 30 Minuten kochen und wie Reis z. B. als Beigabe zu Fleisch- oder Gem&#252;segerichten, in Eint&#246;pfen oder Aufl&#228;ufen verwenden. Lecker schmecken auch M&#252;slimischungen mit Poppamarant. Finden Sie Ihr Amarant-Lieblingsgericht heraus.</p>
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		<title>Rom – die ewige Stadt</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 18:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Wolfgang Reich
Es gibt pulsierende Metropolen wie London, Paris oder New York. Und es gibt Rom – Hauptstadt und Zentrum einer Weltreligion –, wo sich moderner Alltag wie in kaum einer anderen Stadt mit den gro&#223;artigen Zeugnissen einer jahrtausendealten Kultur und eines ehemaligen Weltreichs mischt.
Dicht dr&#228;ngen sich architektonische und kulturelle H&#246;hepunkte in der Stadt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Wolfgang Reich</strong></p>
<p><em>Es gibt pulsierende Metropolen wie London, Paris oder New York. Und es gibt Rom – Hauptstadt und Zentrum einer Weltreligion –, wo sich moderner Alltag wie in kaum einer anderen Stadt mit den gro&#223;artigen Zeugnissen einer jahrtausendealten Kultur und eines ehemaligen Weltreichs mischt.</em></p>
<p>Dicht dr&#228;ngen sich architektonische und kulturelle H&#246;hepunkte in der Stadt, die der &#220;berlieferung nach von Romulus und Remus gegr&#252;ndet und auf sieben H&#252;geln errichtet wurde. Es ist illusorisch, bei einem Besuch Roms alles Wichtige und Interessante sehen zu wollen. Weniger ist gerade hier meist mehr – und deswegen hei&#223;t es, sich zun&#228;chst auf einige zentrale Punkte zu konzentrieren.<span id="more-125"></span></p>
<p><strong>Blutige Spiele im Kolosseum</strong></p>
<p>Beginnen k&#246;nnte die Entdeckung Roms am Kolosseum, der gr&#246;&#223;ten und pr&#228;chtigsten Arena der Antike. 72 n. Chr. begann ihr Bau unter Kaiser Vespasian, acht Jahre sp&#228;ter wurde sie von seinem Sohn Titus eingeweiht. &#220;ber 50.000 Menschen hatten Platz im Kolosseum, nach dessen Er&#246;ffnung gleich an 100 Tagen Veranstaltungen stattfanden, bei denen etwa 5.000 Tiere ihr Leben lassen mussten – und viele Gladiatoren. 247 n. Chr. – zur Tausendjahr-Feier Roms – gab es einen weiteren Superlativ: 2.000 Gladiatoren k&#228;mpften auf Leben und Tod, unter anderem wurden 32 Elefanten, 60 L&#246;wen, zehn Tiger und sechs Nilpferde get&#246;tet.</p>
<p>So grausam die Spiele teilweise ausfielen, so popul&#228;r waren sie. So gab es in einem Jahr neben 102 Theaterauff&#252;hrungen 64 Wagenrennen und zehn Gladiatorenk&#228;mpfe. Gladiatoren – das waren Sklaven, Verbrecher, aber auch Freiwillige, die sich Geld, Ansehen oder die Freiheit erhofften. Auch bei den Wagenrennen wurden schon einmal Wagenlenker hingerichtet, wenn sie den Sieg der kaiserlichen Favoriten gef&#228;hrdeten. Bei einem Rundgang durch das Kolosseum kann man noch heute R&#228;ume sehen, in denen wilde Tiere oder Gefangene eingesperrt waren oder sich Gladiatoren vor ihren K&#228;mpfen umzogen.</p>
<p><strong>Vom Forum Romanum in die Kaffeebar</strong></p>
<p>Vom Kolosseum f&#252;hrt ein Spaziergang nahezu automatisch durch das benachbarte Forum Romanum, ein ehemals feuchtes und sumpfiges Gebiet, das nach der Trockenlegung im 6. Jh. v. Chr. zum Mittelpunkt des &#246;ffentlichen Lebens in Rom wurde. Es diente zun&#228;chst als Markt- und Versammlungsplatz, bevor es sich zum Zentrum der Hauptstadt des r&#246;mischen Weltreiches entwickelte. Deswegen lie&#223;en r&#246;mische Kaiser hier Monumente, Tempel und Triumphb&#246;gen errichten, die mit dem Ende des r&#246;mischen Reiches mehr oder weniger zu einem gro&#223;en Ruinenfeld verfielen.</p>
<p>In Rom dr&#228;ngen sich, wie gesagt, die architektonischen und kulturellen H&#246;hepunkte auf engstem Raum. Und so wartet am Ende des Forum Romanum bereits das n&#228;chste „Muss“ eines Besuches in der ewigen Stadt: Das italienische Nationaldenkmal Monumento Vittorio Emanuele II mit seiner gewaltigen S&#228;ulenreihe. Und ganz in der N&#228;he das Kapitol oder die Kolonnaden (S&#228;uleng&#228;nge) des Kaisers Trajan.</p>
<p>Doch irgendwann ist die Aufnahmekapazit&#228;t an diesem Tag in Sachen Kultur ersch&#246;pft, die n&#246;tige Entspannung mehr als verdient. Diese findet man in einer der vielen kleinen Kaffeebars, am besten dort, wo Einheimische einkehren. „In Rome do as the Romans do“ – wer diesen Satz befolgt, wird den &#252;blichen gastronomischen Touristenfallen entgehen.</p>
<p><strong>Vatikan: ein Staat in einer Stadt</strong></p>
<p>Am n&#228;chsten Tag hei&#223;t es Schlange stehen – am Petersdom. Auch der Besuch der ber&#252;hmtesten Kirche der christlichen Welt ist ein „Pflichtpunkt“. Dabei ist der Vatikan ein eigenst&#228;ndiger Staat, der kleinste der Welt mit 44 Hektar Gr&#246;&#223;e und weniger als 500 Vatikanb&#252;rgern, mit eigener Polizei – der Schweizer Garde –, eigener Post, eigenen Briefmarken und zwei eigenen Tankstellen auf dem Vatikangel&#228;nde. Tanken d&#252;rfen hier nur B&#252;rger und Angestellte des Vatikans – steuerfrei, versteht sich. Nach dem Besuch des Petersdoms kann man sich in einer der umliegenden Trattorien erholen – und dabei die Priester und Nonnen aus aller Welt beobachten, die das Zentrum ihrer Religion besuchen.</p>
<p>Frisch gest&#228;rkt kann man sich dann auf den Weg in die Vatikanischen Museen machen, die gr&#246;&#223;ten Museen der Welt mit den Ergebnissen aus f&#252;nf Jahrhunderten p&#228;pstlicher Sammelleidenschaft. Auch hier w&#228;re es unm&#246;glich, alles zu sehen, wieder muss man sich auf die H&#246;hepunkte beschr&#228;nken, unter anderem die 120 Meter lange Galerie der Landkarten unter einer prachtvollen Decke. Egal welchen Weg man durch die insgesamt 14 Vatikanischen Museen w&#228;hlt – irgendwann kommt man am Ende in die Sixtinische Kapelle, deren Malereien von Michelangelo – die „Sch&#246;pfungsgeschichte“ an der Decke und das „J&#252;ngste Gericht“ an der Stirnwand – nach den Restaurierungsarbeiten in neuem Glanze erscheinen.</p>
<p><strong>Fontana di Trevi: der Brunnen aus La dolce vita</strong></p>
<p>Millionen Besucher k&#246;nnen nicht irren – und so steht auch der wohl ber&#252;hmteste Brunnen der Welt auf dem Programm: die Fontana di Trevi (Trevi-Brunnen). 1750 lie&#223;en ihn die P&#228;pste als Denkmal errichten. 1960 machte ihn der italienische Regisseur Frederico Fellini durch den Film „La dolce vita“ ber&#252;hmt, in dem Anita Eckberg ihren wogenden Busen in den Fluten dieses Brunnens badete. Als ihr Filmpartner, der beliebte italienische Schauspieler Marcello Mastroianni, starb, wurde der Trevi-Brunnen abgestellt – als Hommage an eine Filmszene, die diesen Brunnen unsterblich machte.</p>
<p>Apropos Brunnen: Viele weitere Hundert davon gibt es neben dem Trevi-Brunnen. Auf einem der sch&#246;nsten Pl&#228;tze Roms, der Piazza Navona, steht der gewaltige Vierstr&#246;mebrunnen, entworfen von <a title="Gian Lorenzo Bernini" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gian_Lorenzo_Bernini">Gian Lorenzo</a> Bernini. Die vier Flussg&#246;tter symbolisieren die Weltstr&#246;me Nil, Ganges, Donau und Rio de la Plata. Wesentlich kleiner ist da das Br&#252;nnlein an der Spanischen Treppe, dem popul&#228;rsten Sitzplatz unter freiem Himmel in Rom.</p>
<p><strong>Campo Fiori und Via Appia Antica</strong></p>
<p>Roms bekanntester Markt ist der Campo Fiori, von Touristen bev&#246;lkert, aber immer noch voller Charme. Die meisten Besucher &#252;bersehen das Denkmal in der Mitte des Marktplatzes zwischen den vielen St&#228;nden, das an den M&#246;nch Bruno Giordano erinnert, der hier im Jahr 1600 im Auftrag der Kirche verbrannt wurde. Sein „Vergehen“: Er war ein Verfechter des kopernikanischen Weltbilds, demzufolge die Sonne und nicht mehr die Erde im Mittelpunkt des Weltalls stand.</p>
<p>Rom bietet innerhalb der rund 19 Kilometer langen Aurelianischen Mauer, die das Zentrum auch heute noch fast vollst&#228;ndig umgibt, mehr als genug Sehensw&#252;rdigkeiten. Dennoch lohnt ein Ausflug an die Via Appia Antica, die „K&#246;nigin der Stra&#223;en“, &#252;ber die einst Rom versorgt wurde. An ihr liegen Katakomben, da es einst verboten war, Tote innerhalb der Stadtmauern zu begraben. Gleichzeitig waren die unterirdischen Gr&#228;ber geheimer Treffpunkt f&#252;r Christen, deren Religion bis zum Anfang des 4. Jahrhunderts verboten war.</p>
<p>Auch wenn nach so viel Kultur die F&#252;&#223;e vom „Pflastertreten“ ziemlich m&#252;de sind – zu sehen gibt es noch genug in Rom. Viele Gr&#252;nde, der ewigen Stadt einen weiteren Besuch abzustatten.</p>
<p>Italienische Zentrale f&#252;r Tourismus ENIT<br />
Neue Mainzer Strasse 26<br />
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