Das sollten Sie sich wert sein – Lebensantrieb Selbstwertgefühl

05. Januar 2012

Ob Beruf, Beziehungen oder Alltag – wie uns unser Leben gelingt und wie wir uns dabei fühlen, bestimmt vor allem unser Selbstwertgefühl. Sich selbst sorgsam pflegen und annehmen: Das klingt trivial, doch handelt es sich dabei um eine der schwierigsten Lebensaufgaben und die wichtigste Voraussetzung, um sein Leben aktiv zu gestalten.

Manchen Menschen scheint einfach alles zu gelingen, oder sie blühen erst im Gegenwind richtig auf. Andere kämpfen hingegen fortwährend gegen eigene Selbstzweifel und Frustration. Selbsteinschätzung spielt dabei ebenso eine Rolle wie Lebenseinstellung, Anerkennung und Geborgenheit in der Kindheit, stabile Beziehungen und sinnstiftende Aufgaben. Weiterlesen »

Istrien – Land der Gegensätze

12. Dezember 2011

Von Wolfgang Reich

Sehenswerte Altstädte, verschwiegene Buchten, Berge und Strände nur wenige Kilometer voneinander entfernt – Istrien im Norden Kroatiens bezaubert mit einem reizvollen Mix.

Drohend hängen dunkle Gewitterwolken am Himmel. Der kräftige Wind treibt sie wie Spielbälle über die Kvarner Bucht. Plötzlich bricht die Abendsonne durch, die knapp über dem Horizont steht. Ein Lichtstrahl fällt auf Rijeka und lässt die Stadt wie eine Diva erscheinen: schön und verführerisch. Weiterlesen »

Krank durch Tabakrauch – Rauchen – kein Problem?

14. November 2011

Warnhinweise, Tabakverteuerung und Rauchverbote sollen vor der häufigsten vermeidbaren Todesursache, schützen – dem Rauchen. Musste man noch vor wenigen Jahren inmitten von Tabakqualm auf den Zug warten, sein Mittagessen mit Nikotingeschmack einnehmen und regelmäßig rauchgeschwängerte Kleidung wechseln, so ist der blaue Dunst heute aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens verschwunden. Rauchen vor der Kamera ist ebenso out wie am Arbeitsplatz oder auf Familienfeiern. Millionen sind seither zu Nichtrauchern geworden, doch jeder Vierte inhaliert nach wie vor Tabakqualm. Den meisten ist das Ausmaß der Schäden dabei nicht bewusst. Weiterlesen »

Medikamentenabhängigkeit – Arznei oder Suchtmittel?

23. September 2011

Nicht erst seit dem plötzlichen Tod von Michael Jackson ist Medikamentenabhängigkeit ein drängendes Thema: Allein in Deutschland sind zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Menschen medikamentensüchtig, Frauen häufiger als Männer, Ältere häufiger als Jüngere. Insbesondere Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Familie der Benzodiazepine bergen ein großes Suchtpotenzial. Diese Arzneimittel werden in der Regel bei Schlaflosigkeit, Nervosität, Depressionen, Unruhe, Ängsten und Panikattacken verschrieben. Experten schätzen die volkswirtschaftlichen Folgekosten auf ca. 14 Milliarden € ein. Weiterlesen »

Oma und Opa sind die Besten

12. April 2011

Aus der Lebenswelt von Kindern sind Großeltern nicht wegzudenken. Entlastet von Erziehungspflichten können sie ihren Enkeln mit Nachsicht, Zeit und Wohlwollen begegnen und ihnen ebenso Halt wie Raum zum Entwickeln und Ausprobieren geben. Weiterlesen »

Schulen Sie Ihr Gedächtnis – Eselsbrücken und Räuberleitern

30. November 2010

Sie vergessen öfter einmal Telefonnummern, Details bei Besorgungen oder Pin-Nummern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen. Meist hat dies nicht das Geringste mit der häufig befürchteten Alzheimer-Krankheit zu tun, sondern mit Aufmerksamkeit, Arbeitsorganisation und „Informationsverarbeitung und -ablage“ im Gehirn. Und gerade bei Letzterem können Sie mit wenig Aufwand viel erreichen. Weiterlesen »

Heute schon gefreut? – Aktiv gegen die Depression

18. November 2010

Trauer, Kummer und Angst gehören wie Hoffnung und Freude zum Leben – als wichtige Antworten auf belastende Einflüsse. Wenn die Welt jedoch im Einheitsgrau versinkt und Menschen keine Freude, Neugier oder Initiative mehr aufbringen können, haben sich diese Reaktionen zur Depression verselbständigt. Beizeiten erkannt, lässt sich die Störung wirksam behandeln.

In Deutschland werden pro Jahr ungefähr 5–6 Millionen Menschen von Depressionen heimgesucht, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer, insbesondere zwischen dem 30. und 40. sowie jenseits des 60. Lebensjahres. Weiterlesen »

Drei Länder – ein See

04. November 2010

Von Wolfgang Reich

Der Bodensee ist das drittgrößte Binnengewässer Europas, und mit Deutschland, der Schweiz und Österreich teilen sich drei Länder seine 273 Kilometer Uferlinie. An ihr reihen sich attraktive Sehenswürdigkeiten wie Perlen auf einer Schnur auf.

Vergoldete Zwiebeltürme glitzern im strahlenden Sonnenlicht, kunstvoll geschwungene Linien und kräftige Farben verzaubern das Auge des Betrachters. Das Gebäude wirkt wie eine Fata Morgana, und dennoch ist es ganz real: die Markthalle Altenrhein, auf der schweizerischen Seite des Bodensees gelegen, eines der letzten Bauwerke, das von Friedensreich Hundertwasser entworfen wurde. Neugierig spaziert man um das fröhlich wirkende Bauwerk herum, und wie bestellt stehen einige bestens erhaltene Oldtimer vor dem Eingang zur Markthalle. Ein paar Meter weiter sitzen ihre stolzen Eigentümer, die sich hier am Sonntagmorgen regelmäßig zu „Benzingesprächen“ treffen.

Mit der Zahnradbahn durch die Bergwelt

Von der Markthalle sind es nur wenige Kilometer bis Rorschach, wo ein Wechsel auf ein anderes Verkehrsmittel ansteht: die Eisenbahn. Was wäre ein Urlaub in der Schweiz ohne eine Fahrt mit einer der vielen Eisenbahnen? In Rorschach startet die einzige Zahnradbahn der Nordschweiz, vorbei geht es an Gärten und Privathäusern durch die Bergwelt, bis nach einer knappen halben Stunde Heiden erreicht ist. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf den Bodensee, über den gerade einige Wolken hinwegziehen, die Europas drittgrößten See in ein wechselvolles Spiel von Licht und Schatten tauchen.

Obwohl bei Touristen beliebt, ist Heiden immer noch ein verträumtes Örtchen. Jeden Samstag findet neben der Kirche ein kleiner Markt statt, auf dem Bauern und Privatleute aus der direkten Umgebung ihre Erzeugnisse feilbieten. Gelegenheit für einen Bummel und das eine oder andere Schwätzchen.

Henry Dunant-Museum und Appenzeller Käse

Vom Markt ist es ein kleiner Spaziergang in ein Museum, das man besucht haben sollte: das Henry Dunant-Museum. Fragen Sie einmal in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, wer diesen Namen kennt. Vermutlich keiner, allenfalls wenige. Doch die Organisation, die auf seine Initiative hin gegründet wurde, kennen alle: das Rote Kreuz. 1901 erhielt Dunant, der nach seinem Ausschluss aus der Genfer Gesellschaft aufgrund geschäftlicher Probleme in Heiden in Armut lebte, zusammen mit FrĂ©dĂ©ric Passy den ersten Friedensnobelpreis.

Die Schweiz ist bekannt für ihren Käse, und das gilt auch für das Appenzeller Land. In Stein kann man in einer Schaukäserei von der Besuchergalerie verfolgen, wie der „Appenzeller“ hergestellt wird. Nebenan im sehenswerten Heimatmuseum finden sich historische Alltagsgegenstände, und im ersten Stock kann man wunderschöne Bauernschränke bewundern. Trotz des schönen Wetters und der reizvollen Landschaft: Ein Abstecher nach St. Gallen muss sein. Das Ziel: Die Altstadt mit ihren malerischen Gassen und dann natürlich die berühmte Stiftsbibliothek mit ihren kostbaren Büchern und einer prachtvollen Innenausstattung.

Fliegende Zigarren und Pfahlbauten

Mit einer Fähre geht es auf die andere Seite des Bodensees, wo weitere Sehenswürdigkeiten locken. In Friedrichshafen ist es das Zeppelin-Museum, das einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Luftschiffbaus und das Leben des Grafen von Zeppelin bietet. Höhepunkt des Museums ist der Nachbau eines Teils der legendären „Hindenburg“ in Originalgröße. Am Himmel über Friedrichshafen und dem Bodensee ist ein moderner Nachfolger der historischen „Zigarren“ zu sehen, der dort regelmäßig seine Runden dreht. Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann mit dem Hightech-Luftschiff Zeppelin NT auf einem Rundflug den Bodensee aus der Vogelperspektive betrachten.

Meersburg ist einer der am meisten besuchten Orte am Bodensee – und das zu Recht. Denn Meersburg hat ein sehr gut erhaltenes, historisches Stadtbild, das sich auf Unter- und Oberstadt verteilt. Durch enge und verwinkelte Gässchen mit ihren prächtigen Fachwerkhäusern bummelt man hinauf zur trutzigen Meersburg, die hoch oben über der Stadt thront. Von hier hat man einen fantastischen Blick über den Bodensee – ein Blick, den schon die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff genoss, die hier einige Jahre lebte.

Räumlich ist es nur ein Katzensprung, zeitlich ein weit größerer: In Unteruhldingen stehen Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit, die in einem Museumskomplex rekonstruiert wurden und einen Einblick in das Leben unserer Vorfahren am Bodensee geben, die zwischen 4.000 und 850 v. Chr. mit Netzen und Harpunen auf Fischfang gingen und mit Äxten Bäume zum Hüttenbau fällten.

Wallfahrtskirche St. Maria und Gemüseinsel Reichenau

Inmitten von Weinbergen liegt die Wallfahrtskirche St. Maria, die schönste Barockkirche am Bodensee und mit einer halben Million Besuchern pro Jahr eine der Top-Sehenswürdigkeiten dieser Region. Bekannt ist diese Kirche freilich unter einem anderen Namen: die Birnau, benannt nach dem Gnadenbild der Gottesmutter von Birnau.

Als Gemüseinsel ist die Reichenau bekannt, mit fünf Kilometern Länge und eineinhalb Kilometern Breite die größte Insel im Bodensee. Hier lag einst das berühmte Kloster Reichenau, deren Kirchen heute zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Denn in ihrem Innern finden sich großartige Wandbilder aus der Zeit der Frühromantik, deren Erhalt die Restauratoren heute vor einige Probleme stellt, vor allem durch die vielen Besucher.

Blumeninsel Mainau

Konstanz ist ein weiterer Ort, der zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Bodensees gehört. Sehenswert sind die Altstadt und das Münster, dessen Bau auf das Jahr 1089 zurückgeht. Doch was wäre ein Urlaub am Bodensee ohne einen Besuch der Mainau? Vom Frühjahr bis zum Herbst verzaubert die Blumeninsel die Herzen aller Garten- und Blumenliebhaber. In der heutigen Form ist die Mainau das Lebenswerk des Grafen Lennart Bernadotte, der die Insel 1951 kaufte, als sie einem Urwald ähnelte, und der 2004 im Alter von 95 Jahren starb. Sein Leben gäbe genug Stoff für mehrere abendfüllende Filme, denn wegen seiner Ehe mit einer bürgerlichen Fabrikantentochter trat er aus dem schwedischen Königshaus aus und verzichtete damit auf eine mögliche Thronfolge.

Mehrfach haben wir auf unserer Tour um den Bodensee die Grenzen zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich überquert. Hätten da nicht ein paar verwaiste Grenzhäuschen gestanden, hätten wir es noch nicht einmal bemerkt.

Amarant – Das gesündeste Getreide der Welt

23. Oktober 2010

Als die europäischen Eroberer im frühen 16. Jahrhundert tief in die Reiche der Inkas, Maya und Azteken eindrangen, fanden Sie eine gegenüber Europa überwältigende Vielfalt an Nutzpflanzen vor. Doch was am erstaunlichsten war: Die Völker kannten kein Getreide, dafür aber ein unscheinbares Fuchsschwanzgewächs, das sie Wunderkorn nannten. Es gedieh unter widrigsten Bedingungen und lieferte riesige Mengen winziger, extrem nahrhafter Samen: Amarant.

Anspruchslos und ergiebig ist das „Inkakorn“: Eine einzige Pflanze trägt über 50.000 Samen (< 1mm) mit knapp 60 % Stärke – und ohne das in Getreiden enthaltene allergieauslösende Gluten (Klebereiweiß). Auch in der Menge und Wertigkeit der enthaltenen Proteine, Ballaststoffe und Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Kalium oder Zink ist Amarant den Getreiden bei Weitem überlegen und war zu Recht über neun Jahrtausende eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Neuen Welt. Weiterlesen »

Rom – die ewige Stadt

13. Oktober 2010

Von Wolfgang Reich

Es gibt pulsierende Metropolen wie London, Paris oder New York. Und es gibt Rom – Hauptstadt und Zentrum einer Weltreligion –, wo sich moderner Alltag wie in kaum einer anderen Stadt mit den großartigen Zeugnissen einer jahrtausendealten Kultur und eines ehemaligen Weltreichs mischt.

Dicht drängen sich architektonische und kulturelle Höhepunkte in der Stadt, die der Überlieferung nach von Romulus und Remus gegründet und auf sieben Hügeln errichtet wurde. Es ist illusorisch, bei einem Besuch Roms alles Wichtige und Interessante sehen zu wollen. Weniger ist gerade hier meist mehr – und deswegen heißt es, sich zunächst auf einige zentrale Punkte zu konzentrieren. Weiterlesen »